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Fox Force Five
bad motherfucker
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Beitrag#31  27.07.04 - 22:33   Antworten mit Zitat

Haha, ja, ich kenne es! Aber stell ruhig mal was hier aus, wenn du was hast...

Wie ich auf den Markusplatz kam weiss ich nicht mehr. Eigentlich bin ich ein sehr visueller Mensch und stelle mir alles automatisch bildlich vor und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass dieser Platz passen würde...


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gold watch
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Beitrag#32  28.07.04 - 09:59   Antworten mit Zitat

ach ja, markusplatz, nicht martinsplatz...

naja, dann müsste ich das ganze noch im pc reintöggeln und ein bisschen dran arbeiten. wie gesagt, sind bloss schulaufsätze (die spontan und schnell niedergekritzelt wurden). also ich verschon euch lieber damit und überlass den thread hier den leuten, die es wirklich können (oder es zumindest glauben)...


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5$ Shake
the demon barber
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Beitrag#33  28.07.04 - 11:58   Antworten mit Zitat

so
Ich habe gestern Nacht in einer 3 Stunden Non-Stop Schreibaktion unser Drehbuch fertiggestellt. Jetzt lassen wir es 3 wochen ruhen und überarbeiten es dann nochmal.

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Sydney
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Beitrag#34  31.07.04 - 14:01   Antworten mit Zitat

Ich hab mal ne Fan Fiction zu einer meiner Lieblingsserien geschrieben, falls jemand Interesse hat, hier:

meine kleine Story

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ketch up!
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Beitrag#35  22.09.04 - 20:28   Antworten mit Zitat

Ich hab mal angefangen einen Film zu drehen, hab es wieder verworfen weil irgendwie dann doch keiner meiner Freunde Lust hatte weiter zu machen, naja.
Und dieses Jahr dreh ich in der Schule (im Fach Medien Smile) einen Motion Capture Film mit Lego Figuren. Also nach dem System von Chicken Run und dem Sandmann Ironisch. Mein Lehrer meint Pulp Fiction wär dafür zu unbekannt *ARGH* ! Jetzt mach ich erstmal Dinner For One. Ist zwar ne heiden Arbeit macht aber auch Spaß wenn man mit Lego rumwerkelt und weiß, dass seine Klassenkameraden grad 2h Spanisch haben.
Und wenn ich damit fertig bin darf ich eine Szene aus Pulp Fiction machen, also 2x Ansporn schnell fertig zu werden. Wenn das mal fertig ist werd ich es bestimmt mal hochladen und den Link hier posten. Dauert aber sicherlich noch ne Weile.

mfg ketch up!


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sebi
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Beitrag#36  22.09.04 - 21:32   Antworten mit Zitat

Das ist auf jeden Fall eine interessante Sache! Wuerde das gerne mal sehen, wenn es fertig ist Smile

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Quentin's Bimbo
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Beitrag#37  13.10.04 - 15:09   Antworten mit Zitat

Ich hab hier mal ne Kurzgeschichte von mir die ich gestern geschrieben habe: Sie heisst "Schwarzfahrer"...

Freiheit. Ein Gefühl das ich für den Rest des Tages genießen konnte. Nach einem weiteren harten Arbeitstag im Büro war es eine wahre Erleichterung für mich mein Motorrad zu sehen. Freiheit. So hab ich es damals getauft. Zum Umbruch meiner Laune versagte dann aber der Motor meiner Maschine wodurch ich gezwungen war mit der Bahn zu fahren. 4,20 € das Ticket. Von hier bis nach Hause waren es gerade mal 5 Kilometer. Dafür der Bahngesellschaft das Geld in den Rachen zu werfen war das letzte was ich dann noch wollte. Ich war geschafft vom arbeiten, verärgert wegen meines Motorrads und jetzt kamen auch noch diese hohen Ticketpreise hinzu. Der Tag war also gelaufen.
In der Bahn galt zunächst mein einziger Gedanke einer möglichen Fahrscheinkontrolle. Natürlich war ich nicht in der Stimmung 60 Euro für Schwarzfahren zu bezahlen. Um mich abzulenken kramte ich eine Zeitung heraus und versank vorerst in den Neuigkeiten des Tages. Es dauerte jedoch nicht lange bis ich wieder zurück in die Realität geholt wurde: eine ältere Dame fing an sich über Einwanderer in Deutschland aufzuregen. Vermutlich hatte es etwas mit dem Farbigen zu tun, der sich kurz zuvor neben sie gesetzt hat. Ich weis nicht ob es niemand gehört hat oder ob es niemand hören wollte, doch keiner unternahm etwas gegen diese rassistischen Aussagen der Frau. Ich selbst hatte es vor, doch natürlich war es viel zu riskant sich so in der Bahn zu zeigen, wenn man keinen Fahrschein hat. Folglich war meine Entscheidung völlig gerechtfertigt. Doch warum keiner der anderen Leute eingegriffen hat verstehe ich nicht! Die werden doch nicht alle ohne Fahrschein unterwegs sein? Die lauten Hasstiraden der Frau machten mir das Zeitungslesen zu einem unmöglichen Unterfangen. Ich hörte wie sie über „Kanaken, Polen und Schwarze“ schimpfte. In meinem Hinterkopf machte sich langsam Angst breit. Nicht mehr lange bis zur nächsten Haltestelle. Wird ein Schaffner einsteigen um zu kontrollieren? Zu sagen das Schweißperlen über mein Gesicht verteilt waren wäre untertrieben, ich war nass vor Angst!
Um mich abzulenken hörte ich der Frau weiter zu. Ich konnte das Gesicht des Farbigen nicht erkennen, doch ich kann mir vorstellen wie es ausgesehen haben muss: Nach all diesen Beleidigungen, rassistischen Äußerungen und Anschuldigungen muss er einfach wütend gewesen sein. Es ist sogar sehr wahrscheinlich wenn man seine Reaktion bedenkt. Ja, er war wütend.
Um den Tag für mich perfekt zu machen stieg bei der fünften Haltestelle ein Fahrkartenkontrolleur ein. Ich nahm meinen Helm ab, schluckte einmal und ließ meiner Aggression freien Lauf: „Scheiß Tag!“, sagte ich vor mich hin. Es war kaum zu glauben, doch die Frau war mit ihrer Hassrede immer noch nicht fertig. Das war auch der Grund dass ich zu den beiden rübergeschaut habe, ansonsten hätte ich den Grund für mein Glück gar nicht mitbekommen! Zu meiner Überraschung kam nämlich doch alles anders: Die alte Dame kramte in ihrer Tasche und holte ihren Fahrschein heraus. Der Farbige schien einen sehr spontanen Einfall gehabt zu haben: Er nahm der alten Frau ihr Ticket aus der Hand und steckte es sich in seinen Mund! Einfach aufgegessen hat er es! Als dann der Kontrolleur zu der alten Frau kam und ihren Fahrschein sehen wollte, sagte sie das „der Schwatte ihn soeben aufgegessen“ habe. Natürlich glaubte der Mann ihr diese Ausrede nicht und bat sie mit nach draußen zu kommen. Während die Frau aus der Bahn ging bat sie die zusehenden Menschen um Hilfe. Sie wollte dass wir bestätigen was sie erzählt, doch alle schwiegen. Ich war sehr froh über die Tat des Farbigen. Durch ihn wurde ich nicht kontrolliert, denn der Schaffner ist mit der Dame ausgestiegen. Um der Frau meine Meinung gegenüber ihrem Verhalten zu verdeutlichen, gab ich ihr noch eine Geste mit auf den Weg.
Meiner Meinung nach war es sein Recht in unserem Land frei zu leben. Womit ich auch wieder beim Thema wäre: „Freiheit“. Doch inwieweit ist diese bei uns noch gegeben?


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Mr.Pink
bill killer
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Beitrag#38  06.11.04 - 13:33   Antworten mit Zitat

wer mal ein wenig über Sophokles und Antigone erfahren will kann sich das durchlesen. Interpretationsansätze und ide Bedeutung des Stücks, sowie ein paar definitionen muss ich noch hinzufügen. hab noch bis dienstag zeit, dann muss ich das abgeben. bilder und so scheiße muss natürlichn auch noch rein... kommt aber hin mit der zeit.

1. Biographie Sophokles
1.1 Lebenslauf

Als Sohn eines Waffenherstellers wurde Sophokles 496 v.Chr. nahe Athen geboren. Seine Familie war durch Sklaven sehr vermögend. Sophokles selbst konnte sich dadurch finanziell absichern und sich ganz dem Schreiben widmen. Er hatte sehr hohe politische Ämter inne, wie zum Beispiel das des Schatzmeisters des Attischen Seebundes 443/42 v.Chr.. 2 Jahre später (441 v.Chr.) wurde er zu einem Strategen Athens ernannt und befehligte zusammen mit Perikles die Flotte gegen Samos. Zu dieser Zeit war er Teil der oligarchischen Regierung, musste jedoch 10 Jahre später den Niedergang Athens mit ansehen, als sowohl ein Erdbeben, eine Pestepidemie und Überschwemmungen, als auch der Peloponnesische Krieg, der von 431 v. Chr. bis 404 v. Chr. andauerte, den Athener schwer zu schaffen machten.

„Wie der Tag, so sinkt und steigt auch wieder des Menschen Los.“ [Sophokles]
Sophokles´ kulturelle Laufbahn begann, als ihm die Ehre zuteil wurde, den griechischen Sieg in der Seeschlacht bei Salamis zu besingen (480 v. Chr.). Sehr viel Respekt erlangte er durch seinen Sieg im Jahre 468 v. Chr. über den damals 30 Jahre älteren Aischylos im Agon-Wettstreit. Aischylos galt bis dahin als unbestrittener Meister der Tragödie. Von nun an gewann er den alljährlich in Athen stattfindenden Wettstreit der Dramatiker (= Dionysyen) rund 20-mal hintereinander, bis ihn Euripides im Jahr 441 v. Chr. besiegte.
Des weiteren machte Sophokles den Kult des Asklepios (lateinisch: Aesculapius; Gott der Heilkunde) in Athen populär und wurde deshalb nach seinem Tod zum Heros stilisiert. Sophokles war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe schloss er mit Nikostrate; mit ihr bekam er seinen ersten Sohn Iophon, der als Tragödiendichter bekannt geworden ist. Aus der zweiten Ehe mit der Sikonierin Theoris entstammte der Sohn Ariston. Beide sind die Stammväter einer Dynastie von Tragödiendichter.
406/405 v. Chr. verstarb Sophokles in einem sehr hohen Alter von 90 Jahren. Bedeutende Freunde des Dichters waren unter anderem der Historiker Herodot, dessen Geschichtsauffassung er entscheidend prägte, und der Staatsmann Perikles.

„Bei Menschen ist gar oft der Freundschaft Hafen falsch und trügerisch.“
„Manchen schon stürzte die Hoffnung auf Gewinn in sein Verderben.“
„Macht nicht unerträglich den Schmerz durch ewige Klagen.“
[Sophokles]

1.2 Zeitalter der Antike

Die Zeit, in der Sophokles lebte, war die Blütezeit Athens. Sehr beliebt war damals der Dionysoskult (Dionysos war der Gott des Weines und der Fruchtbarkeit). Während der Dionysyen wurden dramatische Spiele aufgeführt, sodass im Athener Dionysostheater die antike Tragödie entstand. Bis zum 4. Jh. v.Chr. bestand das Theater aus Holz und wurde nur bei Aufführungen aufgebaut. Erst nach dem Jahr 330 v. Chr. bestand es vollständig aus Marmor. Anstatt einer Bühne hatte das Theater einen runden Tanzplatz, die Orchestra und beherbergte etwa 14 000 – 17 000 Zuschauer, die aus so ziemlich allen sozialen Schichten stammten. Grund dafür war die Subventionierung des Theaters durch den Staat: die Armen bekamen nämlich das Eintrittsgeld vom Staat.
Das damalige Theater war wegen der besseren Akustik halbkreisförmig gebaut, und die Sitze stiegen gleichmäßig nach hinten hin an. Zwar gab es noch keine Vorhänge, jedoch waren schon Theatermaschinen in Gebrauch. Die bekannteste hierbei ist die Mechane: Sie dient dazu das Schweben oder Fliegen eines Schauspieler vor zu täuschen. Die Mechane ist der Ursprung des dramaturgischen Fachausdruck "Deus ex machina" (der Gott aus der Maschine) und kennzeichnet, eine nicht aus dem Handlungslauf entwickelnde Konfliktlösung.
Bedeutende Persönlichkeiten aus dieser Zeit waren wie schon erwähnt Sophokles und Perikles und Euripides, aber auch Herodot (Geschichtsschreiber) , Gorgias (Philosoph), Sokrates (Philosoph), Demokrit (Philosoph; schon zu dieser Zeit sprach er von der Existenz von Atomen als kleinste und unteilbare Teilchen, aus denen alle Materie zusammengesetzt ist), Hippokrates (Arzt), Aischylos (Dichter) und Platon (Philosoph).

1.3 Sophokles´ Werke

Sophokles schrieb mehr als 100 Dramen, von denen sieben vollständig und zwischen 80 und 90 als Fragmente erhalten sind. Die sieben vollständig erhaltenen Tragödien sind Aias, Trachiniai (Die Trachinierinnen), Antigone (Antigone), die alle 442 v. Chr. aufgeführt wurden, Oedipus tyrannos (vor 425 v. Chr., König Ödipus), Elektra (zwischen 425 und 409 v. Chr.), Philoktetes (409 v. Chr., Philoktet) und Oedipus epi kolono (Ödipus auf Kolonos). Letztere wurde nach dem Tod des Dichters 401 v. Chr. zur Aufführung gebracht. Ebenfalls erhalten ist ein großer Teil des Satyrspieles „Ichneutai“ (Die Spürhunde), das 1911 in Ägypten auf Papyrusrollen entdeckt wurde. „Aias“, um 450 v. Chr. verfasst, stellt das älteste der erhaltenen Tragödien dar. Vermutlich etwas später entstanden sind „Die Trachinierinnen“ und „Antigone“.
In den Tragödien Aias, Die Trachinierinnen, Elektra und Philoktet wird Sophokles´ Grundthema, nämlich die Herausforderung des Schicksal und das von den Göttern hervorbestimmte Zugrundegehen eines Menschen, der versucht aus der Gesellschaft auszubrechen. Sehr geschätzt wurde Sophokles für seinen meisterlichen Aufbau und die Darstellung der tragischen Ironie, die man beispielsweise in dem Stück „König Ödipus“ bewundern kann. Im Zentrum der Handlung steht hierbei Ödipus, der Schritt für Schritt die vom Orakel prophezeite grauenhafte Wahrheit erkennen muss, unwissentlich seinen Vater Laios erschlagen und mit Iokaste seine eigene Mutter geheiratet zu haben. Später lässt Sophokles den geblendeten und inzwischen alt gewordenen Ödipus in dem Stück Ödipus auf Kolonos sein Schicksal anerkennen, Abschied von der Welt nehmen und in den Hain der Götter aufsteigen.
Sophokles vereint sowohl den Pathos eines Aischylos, als auch die ausgefeilte, psychologisch argumentierende Rhetorik des Euripides. Doch nicht nur deshalb wird er als Meister der Dichtung angesehen. Dramentechnisch sind nämlich einige Neuerungen auf Sophokles zurückzuführen: So erhöhte er die Zahl der Chorleute von 12 auf 15, reduzierte gleichzeitig die Bedeutung des Chors und führte einen dritten Schauspieler ein, so dass sich nicht nur ein umfangreicheres Handlungsgeschehen umsetzen ließ, sondern auch das Spektrum der Charaktere ausgebaut werden konnte. Des weiteren widersetzte er sich der seit Aischylos etablierten Aufführungstradition der Trilogie und verfasste seine Tragödien als dramaturgisch und inhaltlich geschlossene Einheiten. Anhänger dafür fand er in Persoen wie den Dichtern Seneca, Corneille und Racine.

Werke Überblick:

• 'Aias' ( um 450 v. Chr.)
• 'Antigone' (442 v. Chr.)
• 'Trachiniai' - 'Die Trachinierinnen' (442 v. Chr.)
• 'Oidipus tyrannos' - 'König Ödipus' (vor 425 v. Chr.)
• 'Elektra' (zwischen 425 v. Chr. und 409 v. Chr.)
• 'Philoktetes' - 'Philoktet' (409 v. Chr.)
• Oedipus epi kolono - 'Ödipus auf Kolonos' (401 v. Chr., post mortem)


2. Werkbetrachtung

2.1 Inhalt

a)Vorgeschichte:

Der wichtigste Teil der Vorgeschichte, die sich Zugegebenerweise sehr kompliziert erweist, da sie mehrere griechischen Sagen verbindet, ist die Ödipussage:
„Laios, der König von Theben, werde ein Sohn bekommen, der ihn später töten und seine Mutter, also Laios´ Frau heiraten werde“, so besagte es der Orakelspruch. Um seinem Schicksal zu entgehen setzte Laios seinen erstgeborenen Sohn vor den Stadtmauer aus und überließ ihn damit den wilden Tieren. Doch entgegen seinen Erwartungen fanden Hirten das Kind und übergaben es dem kinderlosen König Polybos, der es Ödipus nennt. Bei Polybos wächst Ödipus nun heran und erfährt als Erwachsener vom Orakelspruch, woraufhin er Korinth verlässt, damit dieses niemals eintreffe. Auf dem Weg nach Theben tötet nach einem Streit einen Greis, der eigentlich sein Vater war. Dieser Mord stellt nun den ersten Teil der Prophezeiung dar.
In dieser Zeit wird Theben von einem Ungeheuer, der Sphinx, heimgesucht. Wer auf ihre Frage keine Antwort weiß, wird auf der Stelle verschlungen. Kreon, Laios´ Schwager, versprach dem Bezwinger der Sphinx, dass dieser Iokaste, Laios verwitwete Frau, heiraten dürfe. Dadurch, dass Ödipus das Rätsel der Sphinx lösen konnte erfüllte sich auch der zweite Teil des Orakelspruchs: Ödipus bekam Iokaste zur Frau. Er hatte vier Kinder mit ihr, Eteokles, Polyneikes, Antigone und Ismene.
Als Ödipus von dem Orakelspruch erfährt nimmt er sich das Augenlicht und geht nach Athen, seine Frau hingegen begeht Selbstmord. Daraufhin wollen sich seine Söhne die Herrschaft von Theben teilen, doch Eteokles vertreibt seinen Bruder Polyneikes aus Theben. Polyneikes versammelt nun in Argos ein großes Heer und beginnt gegen seinen Bruder Krieg um Theben zu führen: „die Sieben gegen Theben“ . Eteokles verteidigt mit 6 Anhängern die 7 Tore Thebens. Siegreich an 6 Toren kämpft Eteokles am entscheidenden siebten Tor gegen seinen Bruder Polyneikes. In diesem letzten Gefecht töten sie sich gegenseitig.

b)Haupthandlung:

Zwar sind die Belagerer Thebens nun abgezogen, die gefallenen Brüder liegen jedoch immer noch auf dem Schlachtfeld, als Kreon, der nun zum König von Theben war, befiehlt, dass niemand Polyneikes Leichnam bestatten dürfe, da dieser Verrat am Vaterland begangen hätte. Wer dennoch Polyneikes bestatten sollte wird unweigerlich zum Tode verurteilt.
Furchtlos beschließt Antigone trotzdem ihren Bruder Polyneikes zu bestatten, obwohl ihre Schwester Ismene ihr nicht helfen will. Als Kreon erfährt, dass sein Befehl missachtet wurde, ordnet er an, den Leichnam wieder auszugraben. Beim 2. Versuch, ihrem Bruder das erlösende Grab zu gewähren wird Antigone von Kreons Wachen erwischt. Als Kreon Antigone fragt, ob sie ihren Bruder bestattet hätte, bejahte sie die Frage mit der Begründung, dass das Verbot ja nur von einem Menschen stammte, während Gottesgebote es ihr gebieten ihren Bruder zu bestatten. Entrüstet verurteilt Kreon Antigone zum Tode durch Einsperren in einem Felsengrab.
Kreon:
- „Wenn sie sich ungestraft das leisten darf bin ich kein Mann mehr, dann ist sie der Mann“
- „Eh ich mich Lügen strafe vor dem Volk, richt ich sie hin.“
Selbst Antigones Verlobter Haimon, Kreons Sohn, gelingt es nicht, seinen Vater zum Widerruf seines Urteil zu überreden. Letztendlich mahnt sogar der blinde Seher Teiresias Kreon zur Besinnung, indem er ihm verdeutlicht, den Göttern damit zu freveln.
Daraufhin versucht Kreon eigenhändig Antigone zu befreien und Polyneikes zu bestatten. Kreons Einsicht kam jedoch zu spät: Antigone hat sich nämlich unlängst in ihrer Grabkammer erhängt und Kreons Sohn Haimon hat mit seinem Schwert Selbstmord begangen. Das selbe Schicksal ereilt auch Kreons Gemahlin Eurydike, die den Tod ihres Sohnes nicht verkraftet. Einsam bleibt Kreon zurück gemäß des Schlusswortes des Chors:
„Was der Götter ist, entweihe keiner. Überhebung büßt mit großem Falle ...“

2.2 Personen der Tragödie

Antigone:
Antigone ist die Tochter des Königs Ödipus von Theben und der Königin Iokaste. Ihre Brüder sind Eteokles und Polyneikes. Sie begleitet ihren Vater ins Exil und kehrt nach dessen Tod wieder nach Theben zurück. Sie folgt dem Gesetz der Götter und stellt dieses über menschliche Gebote. Entgegen anderen griechischen Sagenhelden beklagt sie sich nicht über ihren eigenen Tod.
„Mitlieben, nicht mithassen ist mein Teil“
„Ich mag nicht Liebe, die mit Worten liebt“
Ismene:
Ismene ist Antigones Schwester und hat weitaus größere Angst vor ihrem eigenen Tun als Antigone. Anfangs ist sie vernünftiger und weigert sich, Antigone zu helfen, doch im Laufe des Stücks ist sie bereit Antigones Schuld zu teilen.
„Ich füge mich der Obrigkeit: Maßlos zu handeln hat ja keinen Sinn“
Kreon:
Kreon ist der Bruder von Iokaste, der Königin von Theben. Als König Ödipus im Exil war übernahm Kreon die Macht über Theben. Er war König von Theben, bis Eteokles den Thron beanspruchte. Erst nach dessen Tod im Zweikampf mit seinem Bruder Polyneikes übernahm Kreon wieder die Herrschaft. Seiner Ansicht nach gilt sein Wort mehr als das der Götter, oder mit anderen Worten: die göttliche Ordnung ist für das Irdische nicht relevant. Der Staat steht bei ihm über Allem.
„Mich wird im Leben nie ein Weib regieren.“
„Gilt nicht der Staat als Eigentum der Fürsten ?“
„Nachgeben? Schrecklich! Aber bleib ich fest, schlägt mich das Unheil noch viel schrecklicher!“
Haimon:
Haimon ist der Sohn Kreons und Eurydikes. Des weiteren ist er Antigones Verlobter, weshalb er auch versucht, Kreon davon abzuhalten, Antigone hinrichten zu lassen. Haimon plädiert an Kreons Vernunft. Als er versucht, seine Frau selbst zu befreien ersticht er sich vor der erhängten Antigone.
„Das ist kein Staat, der einem nur gehört“
Eurydike:
Eurydike ist Kreons Frau. Nach dem Tod ihres Sohnes Haimon sieht sie keine andere Lösung, als Selbstmord zu begehen.
„Da schlägt die Kunde mir ans Ohr vom Unheil des Hauses.“
Teiresias:
Teiresias ist ein blinder Seher, der Kreon mit seinen Weisheiten bei der Herrschaft über Theben unterstützt. So auch, wenn es um die Entscheidung geht, Antigone hinzurichten oder am Leben zu lassen. Allein Teiresias kann Kreon davon überzeugen, nachzugeben. Doch Kreons Einsicht kommt zu spät.
„Weiß denn ein Mensch, erwägt er überhaupt – dass Einsicht aller Güter höchstes ist.“
Sonstige Personen:
-Chor thebanischer Greise:
„Überhebung büßt mit großem Falle – Großes Wort, dem Alter zur Besinnung“
-Wächter:
„Da bin ich trotz der Eide, frisch ertappt beim Schmücken des Grabes.“
-Bote:
„Das Verderblichste, was uns zuteil ward, ist der Unverstand.“

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Beitrag#39  07.11.04 - 16:58   Antworten mit Zitat

so, ich denk ich bin jetzt so ziemlich fertig. hier und da noch was verbessern, aber das ist jetzt voll schnell gemacht. auf die bedeutung hab ich jetzt keine bock mehr. muss ja schließlich noch ne powerpoint präsentation machen...

2.3 Interpretationsansätze
Sophokles verdeutlicht mit seiner Tragödie Antigone das antike Menschenbild. Das damalige Leben der Menschen ist zum Einen von den Ständen, zum Anderen aber auch zutiefst durch ihre Götter und den Kult zu diesen abhängig. Der Rang ist für das Verhältnis der Menschen zueinander entscheidend. Dies wir durch Kreon deutlicht. Jeder hat ihm zu gehorchen, wer sich ihm widersetzt hat mit tiefgreifenden Konsequenzen zu rechnen:
„Wen sich das Volk erkor, dem gilt´s zu folgen im Kleinen – ob gerecht, ob ungerecht. Zuchtlosigkeit ist das Allerschlimmste.“ [Kreon]
Ismene ist nicht bereit, diese Konsequenzen auf sich zu nehmen, im Gegensatz zu Antigone. In Kreons Verhalten wir zudem der Starrsinn und die Arroganz der Menschen deutlich. Obwohl das Volk auf Antigones Seite steht und sich für ihre Vergebung ausspricht, beharrt Kreon auf seinem Standpunkt, um nicht als schwach zu erscheinen. Starrsinn vermittelt jedoch ebenso Haimon, als er bei seinem mit der Bitte um Gnade auf Unvernunft trifft und sich darauf hin abwendet und sich gegen seinen Vater wendet. Letztendlich wendet er sogar Gewalt an, was zu dieser Zeit nicht als verwerflich, sondern als mutig und durchaus anzuwendende Lösung galt.
Durch Kreons Unvernunft zentralisiert Sophokles die Hybris, nämlich dessen Überheblichkeit gegenüber Göttern.

„Wo keines Menschen Fuß mehr gehen mag,
Schließ ich sie lebend in ein Felsengrab
Mit so viel Speis, wie zur Sühne reicht,
Damit die Stadt de m Fluche ganz entgeht.
Dort mag sie Hades, ihren einzigen Gott,
Anflehn, vielleicht erlässt er ihr das Sterben.
Wenn sie nicht noch zuletzt zur Einsicht kommt:
Dem Hades dienen ist verlorne Müh´.“ [Kreon]

Die Menschen betrachteten ihr Schicksal von den Göttern vorbestimmt und taten alles, um den Göttern nicht zu freveln. Ausnahme hierfür ist Kreon. Er missachtet die göttlichen Gebote (die Bestattung eines Toten, um seine Seele im Hades weiter Leben zu lassen), um seine Machposition zu stärken und seine eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Als Konsequenz hierfür wird Kreon mit dem Fluch der Götter bestraft. Sowohl Sohn, als auch Frau werden ihm entrissen. Die Menschen sprachen den Göttern also so viel Macht zu, über Leben und Tod der Menschen zu entscheiden. Zeitgleich verließen sie sich aber auch auf deren Hilfe und Schutz vor Niederlagen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Menschen im Recht waren, was ihnen wiederum ein Seher vermittelte. Nach dessen Entscheidung über Recht und Unrecht richteten sich dann die Menschen. Dies lässt sich an Kreons Positionswechsel gegenüber Antigone am Ende der Tragödie beobachten. Zentrale Figur ist somit vielmehr Kreon als Antigone. Antigone dient Sophokles jedoch als diejenige, durch die das Scheitern des Herrschers offenbart wird.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Kreon wird das Opfer der beiden, aus griechischem Verständnis, schlimmsten Gefährdungen für den Menschen. Nämlich die der Hybris und die der Ate, also der unbesonnenen Handlung.
Sophokles zeigt ebenfalls die Unterdrückung der Frau. Selbst wenn die Frauen anderer Meinung waren als die Männer, war es ihnen nicht gestattet, ihren Männern zu widersprechen. Das weibliche Geschlecht war den Männern untertan und wurde nicht richtig akzeptiert, schon gar nicht in der Politik:
„Drum gilt´s, das Ordnung-Schaffende zu schützen
Und ja nicht einem Weibe sich zu beugen!“ [Kreon]
Nichtsdestotrotz oder gerade deshalb ist die Figur der Antigone die einer exemplarischen Heldin. Allein sie ist es, die es wagt, sich dem Tyrannen zu widersetzen und nur durch ihr Gewissen geleitet, das Recht der Menschlichkeit durchzusetzen. Dabei nimmt sie weder auf sich, noch auf irgendjemand anderen Rücksicht. Dies stellt den einzig negativen Gesichtspunkt Antigones dar. Das gesamte Stück über entgegnet Antigone ihrer Schwester mit unglaublicher Kälte und Trotzigkeit. Selbst als Ismene mit ihr in den Tod gehen will wird sie zurückgestoßen.
„Du wähltest ja das Leben, ich den Tod“ [Antigone]
Antigone kann ihrer Schwester nicht verzeihen. Dieses Fehlverhalten, das als moralischer Widerspruch in ihrem Handeln zum Ausdruck kommt, steht im Konflikt mir ihrem sonstigen Handeln. Sie kann sich nicht mäßigen und lässt Ismene ihren gesamten Hass spüren:

„Ich mag nicht Liebe, die mit Worten liebt“ [Antigone]
Dieser Vorwurf, den Antigone Ismene macht verdeutlicht Antigones Lebensphilosophie. Während Ismene anfangs Antigone aus Eigeninteresse und Angst vor den Konsequenzen nicht helfen wollte, ihren gemeinsamen Bruder zu beerdigen, bestand für Antigone nie der geringste Zweifel darin, die göttlichen Weisungen auszuführen. Durch diesen Konflikt zwischen den beiden Schwestern entstand Antigones Verachtung. Erst jetzt hat Ismene eingesehen, im Unrecht gewesen zu sein und hat wollte ihrer Schwester in der schwärzesten Zeit ihres Lebens beiseite stehen. Antigone sieht das jedoch anders. Sie fühlt sich in ihrer Ehre verletzt, da Ismene ihrer Schwester nur mit Worten beisteht, nicht aber mit Taten und es somit Kreon mit der Missachtung der Gebote der Götter gleichtut. Für Antigone ist dies keine „richtige“ Liebe, da Ismene nur Worte sprechen lasst, ihr Reden, und damit ihre Liebe, aber nicht durch Taten beweißt.
Zusammenfassend kann man oben genanntes Zitat so deuten, dass Antigone die Liebe nicht mit „netten Worten“, sondern mit ernstgemeinte Taten definiert. Selbst wenn die Taten ungeahnte, beziehungsweise negative Folgen haben könnten. Die Liebe muss somit über allem stehen. Wenn man jemanden liebt, sollte man sich nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten zu demjenigen bekennen. Durch das tatsächliche „Ausführen“ der Liebe bekennt man sich öffentlich und unwiderruflich zu einer Person, sodass keine Zweifeln an seiner Ernsthaftigkeit und seiner Bedeutung bestehen.

3. Definitionen:

a) Drama
Das Drama ist der Oberbegriff für jegliche Art von Theaterstücken. Die Dramatik ist neben Epik und Lyrik die dritte Grundgattung der Dichtkunst. Ein Drama kann beispielsweise die Form einer Tragödie, einer Komödie, einer Tragikomödie, einer Posse oder eines Lustspiel haben. Ein Drama ist zumeist nach Akten und Szenen gegliedert.

b) Tragödie:
Die Tragödie ist die älteste und gleichzeitig wichtigste europäische Dramengattung. Handlungsbestimmend bei einer Tragödie ist meist ein tragischer Moment, durch den sich ein Mensch mit seinem Schicksal auseinander setzen muss und daran oft zugrunde geht. Entwickelt hat sie sich im antiken Griechenland aus den kultischen Spielen zu Ehren des Gottes Dionysos. Grundsätzliche Themen einer Tragödie sind die Hybris (Übertretung göttlicher Gesetze) und die Frage nach der Schuld eines Menschen durch dessen Handeln.

c) Chor:
Der Chor bestand aus 12 (nach Sophokles 15) Tänzern und Sängern, die ins das Geschehen kommentierten und gegebenenfalls darin eingriffen. Oftmals übermittelte der Chor die Meinung des Volkes oder die des Dichtes selbst. Geleitet wird der Chor von einem Chorführer, der in Dialog mit Protagonisten des Stücks tritt.

d) Prolog:
Der Prolog sind Begrüßungs-, Einleitungs- oder Einführungsworte. Darin enthalten sind Informationen der Vorgeschichte und lässt auf sich später ereignende Handlungen schließen.

e) Epilog
Der Epilog ist das Gegenteil des Prologs, also das Schlusswort eines Stücks.

4. Quellen

a) Internetquellen
- http://www.datacomm.ch/tgschwind/talks/antigone.html
- http://www.geocities.com/jn_hoffmann/antigo.htm
- http://cornelia.siteware.ch/literatur/litzusammenfassungen/antigone.ht ml
- http://www.oppisworld.de/zeit/biograf/bios/sophokl.htm
- http://www.matheboard.de/lexikon/Dionysien,definition.htm
- http://www.uni-essen.de/literaturwissenschaft-aktiv/Vorlesungen/dramat ik/sophantigone.htm
- http://people.freenet.de/planet-niels/antigone.htm#begriffe

b) Literaturquellen
- Bertelsmann Universallexikon 2000
- Microsoft Encarta 99 Enzyklopädie
- Kindlers Literaturlexikon.
- Hunger: Lexikon der griechischen und römischen Mythologie.
- Hederich: Gründliches mythologisches Lexikon.
- Elisabeth Frenzel: Stoffe der Weltliteratur.

c) Bildquellen
- http://www.oddfellows.org/NewsLetter/Vol19No1/antigone.JPG
- http://www.st-jo-epinal.asso.fr/IMG/jpg/antigone.jpg
- http://www.phil.uni-erlangen.de/~p1altar/photo_html/portraet/griechisc h/dichter/sophokles/sophokles.html
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Quentin's Bimbo
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Beitrag#40  10.11.04 - 16:00   Antworten mit Zitat

Habe eben meine erste Kurzgeschichte zu Ende verfasst. Naja, richtig zufrieden bin ich nicht, aber trotzdem kann ich sie ja mal hier veröffentlichen:



Die Scheune

Es tat höllisch weh. Die Dornen steckten wie Klingen in meinen Armen. Blut war über meine Hose verteilt. Der Regen hatte mir die Sicht auf den toten Baum unmöglich gemacht. Ich fiel. Meine Jacke war zerrissen. Auch an ihr waren Spuren meines Blutes zu finden. Doch der Schmerz und die zerrissenen Sachen waren nicht das Problem mit dem ich mich auseinandersetzte. Ich musste weg. Ich rannte so tief in den Wald wie ich noch nie zuvor gewesen war. Nach einiger Zeit konnte ich sein Geschrei nicht mehr hören. Es verstummte zwischen all dem toten Gestrüpp und der Mauer aus dicken Tropfen die auf mein vernarbtes Gesicht prasselten. Sie perlten herunter wie große Tränen. Mir war nicht klar ob es wirklich Tränen waren oder doch der Regen, meine Verzweiflung jedoch war enorm. Wohin sollte ich gehen? Es gab keinen Ort zu dem ich gehen konnte. Zurückkehren kam nicht in Frage. Zuviel war passiert. Zuviel um zurückzukehren.
In vollkommener Dunkelheit gefangen bahnte ich mir einen Weg durch die bedrohliche Stille, ständig mit dem Gedanken beobachtet zu werden. Manchmal hielt ich an um zu lauschen. Doch gesprochen habe ich nie. Möglicherweise war ich gar nicht mehr in der Lage zu sprechen. Zuviel Angst kam in mir hoch. Angst entdeckt zu werden.
Nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte und die Nacht einbrach, bin ich auf etwas gestoßen was ich niemals an diesem Ort erwartet hätte: Eine verlassene Scheune. Das Gebälk war moderig und die Wände löchrig, aber es war meine einzige Möglichkeit die Nacht heil zu überstehen.
Von Zweifeln durchbohrt stand ich vor der dunklen Scheune. Durch die Fenster, dessen Scheiben zerbrochen waren, sah ich nichts, außer die bedrohliche Dunkelheit, die mich schon auf meinem Weg zu begleiten haben scheint. Ich brauchte etwas Zeit um meine Furcht zu überwinden. Irgendwann griff meine von Dornen zerkratzte Hand dann an die alte Holztür. Langsam öffnete ich die sie, ständig in der Angst jemand wäre schon dort. Nun war sie einen Spalt weit geöffnet. Ich lugte hindurch, doch erkennen konnte ich nichts. Vielleicht wäre es doch besser gewesen draußen zu bleiben, doch ich konnte nicht und machte einen Schritt in die Scheune hinein. Da stand ich nun. Völlige Dunkelheit umgab mich. Schatten schienen mich gefangen zu haben. Zu meiner Überraschung wurde es jedoch heller. Es schien mir als hätte sich der Mond einen Weg durch die Wolken gesucht. Licht drang durch die zerbrochenen Fenster ein.
Ich suchte nach einer Möglichkeit zu schlafen, ohne die Gefahr gesehen zu werden sobald jemand eintrat. Also versteckte ich mich unter einer alten Pflugmaschine.
Trotz der scheinbaren Stille umgab mich das Gefühl nicht allein zu sein. Ich machte keine Sekunde der Nacht ein Auge zu. Im Gegenteil, sie waren weiter geöffnet als jemals zuvor.
Am nächsten Morgen fand ich mich in der Ecke kauernd, eine alte Forke in der Hand haltend und bereit aufzuspringen sobald jemand in meine Nähe kam. Meine Hände zitterten. Mein Blick war kalt und schien alles zu durchbohren.
Ich weiß nicht mehr wie lange ich dort saß. Jedenfalls war es lange genug um alles zu vergessen was geschah. Warum bin ich weggerannt? Gab es Gründe für meine Angst? Fragen die nach einer Antwort verlangten. Leider konnte ich ihnen die nicht geben.
Ich hielt es nicht länger aus. Die Scheune war nicht länger ein Schutz. Sie wurde zur Bedrohung. Ein Tag und eine Nacht brauchte ich um den Wald zu durchqueren. Ich ging sehr langsam. Das Risiko war einfach zu groß.
Am Morgen dann sah ich das Ende des Waldes. Licht drang in meine Augen. Nicht weit war es um nach Hause zu kommen. Nicht weit. Vom Sonnenlicht geblendet sank ich zu Boden. Ich konnte einfach nicht mehr weitergehen…

Dann wachte der Junge auf. Ihm war nicht bewusst, dass alles nur ein Traum war. Doch als er aufstehen wollte stieß er mit seinem Kopf gegen etwas sehr hartes. Es dauerte etwas bis er realisierte an was genau er sich gestoßen hatte. Mit weit geöffneten Augen und entsetzten Gesichtsaudruck blickte er auf eine alte Pflugmaschine…



Zuletzt bearbeitet von Quentin's Bimbo am 10.11.04 - 19:44, insgesamt einmal bearbeitet

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Beitrag#41  10.11.04 - 16:42   Antworten mit Zitat

Zitat Quentin's Bimbo hat Folgendes geschrieben:
Es gab keinen Ort zu dem ich gehen konnte. Zurückkehren kam nicht in Frage. Zuviel war passiert. Zuviel um zurückzukehren.

hab den satzt mal als beispiel rausgepickt
ist eifach etwas abgenutzt und klischeemäßig
das ist an einigen stellen so
sonst aber ganz gut
am besten veröffentlichst du sie mal auf einer kurzgeschichten seite
da bekommt man oft recht gute und produktive kritik

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Beitrag#42  10.11.04 - 16:55   Antworten mit Zitat

Danke für die Kritik Ironisch

Werd versuchen mal ein wenig eigenen Stil zu entwickeln um nicht solche Sachen benutzen zu müssen, aber dafür werd ich noch einiges schreiben müssen Mr. Green

Hast du evtl. mal nen Link für eine gute Kurzgeschichtenseite?


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Beitrag#43  10.11.04 - 17:00   Antworten mit Zitat

Versuchs mal HIER Genau!
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Beitrag#44  10.11.04 - 17:14   Antworten mit Zitat

Einfach Seiten über Kurzgeschichten hätte ich wohl noch so gerade gefunden, aber vielleicht hat er ja eine besonders gute, deswegen frag ich nach Ironisch

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Beitrag#45  10.11.04 - 18:25   Antworten mit Zitat

hier 3 sehr gute seiten(erste ist die beste) wo man stories lesen, veröffentlichen und besprechen kann
http://www.kurzgeschichten.de/vb/kgdestart.php
http://kurzgeschichten-welt.de//index.php
http://kurzgeschichten-planet.de/forump/index.php

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