[Review] Skeleton Man - Horror Trash!

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[Review] Skeleton Man - Horror Trash!

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Max_Cherry
bill killer
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Beitrag#1  09.02.06 - 15:45  [Review] Skeleton Man - Horror Trash! Antworten mit Zitat

Ich habe gerade "Skeleton Man" gesehen.

Oh Mann, was für eine Trash-Granate!
Dieser Film wird als Trash in der Tradition von Ed Wood verkauft, aber mir kann keiner erzählen, dass der Film mit der Idee gedreht wurde. Man erkennt beim Genuss eindeutig, dass es eine Zeit gab, in der man den Film als ernste Angelegenheit betrachtet hat.

Es gibt weder eine richtige Story, noch irgendwelche guten Schauspieler (Casper van Dien war nie gut, er passte nur bei Starship Troopers vom Äußerlichen in die Rolle des arisch ausehenden Kämpfers und Michael Rooker war vielleicht ein guter Henry (Portrait of a serial killer), aber hier reisst er nix).




!!Spoiler!! aber eigentlich egal, da der Film eh kaum Story hat

Inhalt:
Es geht um eine Delta Force-Einheit, die ein Stück Wald nach 2 vermissten
Einheiten absuchen soll. Diese Einheiten bekamen es mit dem Skeleton Man zu tun, einem lustigen Gesellen, der eine Totenkopfmaske und einen schwarzen Kaputzenumhang trägt und auf einem Pferd unterwegs ist. Er ist mit einem Schwert, einer Axt, einem Speer und Pfeil und Bogen bewaffnet und kann sich durch animierte Portale ala Stargate teleportieren.
Auch diese neue Einheit hat Probleme mit dem dunklen Totenkopfmann, denn nach und nach gelingt es ihm immer wieder sich an die Gruppe heranzuschleichen (absolut geräuschlos, dass zeigt was für ein hervoragender Reiter er sein muss Smile ) und einen nach dem anderen abzuschlachten. Das ist auch kein Wunder, denn die ganze Zeit trennen sich unsere Helden unverständlicherweise, damit der Skelett-Meister auch was zu tun hat. Abgesehen davon kann man sich eigentlich nicht viel blöder anstellen als unsere Army-Spezialisten, denn selbst wenn der Reiter in der Nähe ist und aus sicherer Distanz erlegt werden könnte, schießen sogar die Scharfschützen vorbei und zerlegen ein paar Äste und Bäume, des eh schon sehr dünn beholzten Waldes. Herrlich sind die Momente, in denen unsere Freunde die Gefahr spühren oder hören oder was auch immer und dann der Reiter etwa 50-100 Meter entfernt durch die Bäume zu erkennen ist und plötzlich scheinbar lautlos hinter dem Opfer angeritten kommt. Wie so oft kann man sich als Zuschauer nur mit Gewalt das Lachen verkneifen und sich auf die nun folgende Gore-Szene freuen, bei der das unterdrücke Lachen doch noch herausbricht, weil man den Knochenmann nocheinmal aus der Nähe betrachten kann und dies einfach komisch ist.
Zwischenzeitig trifft man noch auf einen alten Indianer, der einfach so im Wald rumsitzt und komisches Zeug erzählt. Da diese Soldaten anscheint wenig Fantasy besitzen oder einfach keinen Lust haben, mögliche Gründe für das Massaker zu erfahren, stempeln sie den Mann mit der grauen Perücke als verrückt ab und schenken ihm eine Büchse leckere Army-Bohnen.
Ebenfalls ein Highlight ist eine Szene in der ein Helicopter dem Team aus der Luft Deckung gibt. Der Knochenmann findet das gar nicht komisch und greift zum Pflitzebogen. Sein Holzpfeil trifft den Roter und die Kiste stürzt ab und da man anscheint noch ein wenig Geld übrig hatte gibt es eine tolle Explosion zur Unterhaltung.
Abgesehen von ein paar Waffenwechsel und großartigen Dialogen, die man einfach lieben muss: ( "Wenn es atmen, kann ich es töten" oder "Was ist das?" "Nur ein Reiter mit Pferd" oder "Das Ding, was immer es ist, wird bereuen, meine Leute getötent zu haben...das ist ein Versprechen" aber der Hammer ist: "Es hinterlässt eine Spur" "Dann werden wir es kriegen"), geht es in etwa so die ganze Zeit weiter bis alle Soldaten, bis auf einer, tot sind.
Jetzt heißt es Mann gegen Mann (bzw. Gruselfresse), doch dummerweise führt unser Held die leitende Leiche in ein Industriegebiet, wo eine Fabrik doch einen schönen Schauplatz für das Finale abgeben würde. Gesagt getan und und Knochenmann schnetzelt sich eben mal durch die gesamte Belegschaft, die versuchen ihn mit Platzpatronen aufzuhalten (jedenfalls klingen die komischen Waffen der Sicherheitsleute so). "Aber nicht mit Comander" dachte sich Skeleton Man und greift irgendsoeine Säule mit viel Elektonik drin an (er hackt einmal rein) und schon fliegt die ganze Bude in die Luft. Was er da gesucht hat oder warum er den Laden gesprengt hat, weiß kein Mensch. Oder vielleicht doch? Denn jetzt taucht der übergebliebene Held auf und vor der Fabrik sieht es plötzlich recht städtisch aus, überall Cops und Feuerwehr und irgendwie wirkt das gar nicht mehr so, dass das Gelände direkt am Wald steht, naja egal. Weiter gehts: Nach einem kurzen Gespräch mit einem Polizisten und schneller Waffenorganisation ("Ich brauch Ihre Hilfe... und Ihre Waffe... Wie wärs mit ner größeren?" ja, er weiß was er will, denn mit den "normalen" Waffen, war dieses Ding ja nicht zu töten, also warum nichts größeres nehmen?) geht es in ein Gebäude, in dem sich der böse Mann mit dem Umgang befinden soll, woher die Cops das wissen bleibt uns ein Rätsel, aber ist ja auch unwichtig, hauptsache sie wissen es.

Endlich im Gebäude trifft unser Held auf einen Überlebenden, dem er erst mal seine riesige Knarre ins Gesicht schiebt um dann lässig "Keine Panik... wo ist die Hauptstromtafel" zu sagen. Da bleibt kein Auge trocken Smile
Als er die Tafel gefunden hat, schaltet er an irgendwelchen Hebeln herum und zieht ein großes Kabel heraus. Da dies keine Wirkung zeigt, wird eben mal ziellos auf die Konsole geschossen, warum auch nicht, wenn es Menschen töten kann, dann sicher auch so eine blöde Konsole.
Nach einem direkten Kampf "Großes kabel vs. Schwert" entscheidet sich unser Held dann doch dafür, den Totenkopfmann zu "rösten" (Zitat) bzw. in eine Kammer zu locken, die zum explodieren gebracht wird. Der Soldat kann das Gebäude gerade so verlassen und trifft auf die wartenden Polizisten. Das wars, es folgt der Abspann. Aber moment! Was ist das? Der Abspann wird zurückgespuhlt und man sieht nochmal kurz den Reiter, wie er gemütlich durch den Wald reitet. Hätte mich auch gewundert, wenn er diese Explosion nicht überlebt hätte, denn nach der ersten war er ja auch noch top fit.


Fazit:
Die Anzahl der Kills ist hoch und diese sind auch höchst unterhaltsam, den etwas Blut ist schon zu sehen. Mann kann eigentlich pausenlos über das hohle Verhalten aller Delta Force Mitglieder schmunzeln, da würde man ja als Laie sinnvoller handeln. Ebenso lustig sind die relativ häufigen Schnitt-Anschlussfehler, ich habe in etwa 5 ausmachen können, sind aber bestimmt noch mehr. Wem das noch nicht reicht, der kann sich über das miese Kostüm des Reiters oder seine erfolgreichen Anschleichvorgänge lustig machen. "Skeleton Man" ist ein Muss, denn selten hat mich ein so unterdurchschnittlicher Film so gut unterhalten. Besonders auf feucht-fröhlichen Filmabenden könnte dieses B-Movie der Hit werden. Unterhaltungswertung: 7-8/10, Filmwertung: 3/10

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Beitrag#2  10.02.06 - 01:03   Antworten mit Zitat

Ist die unterhaltungswertung mit in die filmwertung eingeflossen oder wieso gibst du dem film trotzdem noch 3/10?

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Max_Cherry
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Beitrag#3  10.02.06 - 03:06   Antworten mit Zitat

Zitat Gorefetischist hat Folgendes geschrieben:
Ist die unterhaltungswertung mit in die filmwertung eingeflossen oder wieso gibst du dem film trotzdem noch 3/10?


Die Kills sind halt ganz cool und die Kameraarbeit bemüht. 3/10 sind auch nicht wirklich viel, finde ich.

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Beitrag#4  10.02.06 - 11:09   Antworten mit Zitat

Zitat Max_Cherry hat Folgendes geschrieben:
Zitat Gorefetischist hat Folgendes geschrieben:
Ist die unterhaltungswertung mit in die filmwertung eingeflossen oder wieso gibst du dem film trotzdem noch 3/10?


Die Kills sind halt ganz cool und die Kameraarbeit bemüht. 3/10 sind auch nicht wirklich viel, finde ich.


Es ging halt nicht ganz aus deiner review hervor, dass der film mal abgesehen vom unterhaltungswert überhaupt noch positive seiten hat. Wenn alles negativ auffällt, müsste man eigentlich eine bewertung von 1/10 geben.


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