Rob Zombies Halloween (2007) Kritik von Sam

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Rob Zombies Halloween (2007) Kritik von Sam

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Sam Trautman
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Beitrag#1  28.12.16 - 02:23  Rob Zombies Halloween (2007) Kritik von Sam Antworten mit Zitat

Rob Zombies Halloween

Rob Zombie präsentiert der Post-Carpenter-Generation den alten Scheiß im neuen Gewand. Zombies Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahre 1978 mag zwar an der Oberfläche glänzen, vor Blut triefen und mit bösen Worten um sich schlagen aber er sprengt nicht das prüde konservative Bild Amerikas. Zombie rationalisiert sogar die Suspense. Jene Eigenheit welches das Genre seit Beginn an in sich trägt. Horror ohne Horror. Den neuen Halloween schauen fühlt sich so etwa an wie zweite Klasse fliegen. Ob man in der ersten oder der zweiten Klasse sitzt im Flugzeug ist für die Ankunftszeit belanglos, beide landen zur selben Zeit. Das WIE ist aber entscheidet. Vor allem im Horror Genre entscheidet das WIE über gut oder schlecht.
Trailer
Konservative Nacktheit

Zombie ist ein Grenzgänger, mit Filmen in seiner Vita wie "The Devils Reject" oder "Haus der 1000 Leichen" hat er eine große Gorehound Fan Szene aufbauen können. Nicht zuletzt drehte er den erstaunlich guten "Lords of Salem " ab und bewies erneut sein Gespür für Stimmung. Halloween war wohl sowas wie ein Herzensprojekt von ihm das er dann endlich 2007 fertig stellen konnte. Wenn man ihn und seine Filme kennt weiß man dass er gerne Grenzen dehnt, in Halloween nicht. Das scheinbar obszöne, viel Sex und nackte Haut das er uns präsentiert ist nur Mittel zum Zweck. In fast allen Szenen des Films wird ausnahmslos blank gezogen ehe einer das zeitliche segnet. Frauenkörper komplett entblößt, Teenies beim Koitus gezeigt. Skandal mögen die meisten schreien, zu obszön, zu eindeutig. Doch so obszön ist das Ganze nicht. Denn jeder findet ja den Tod der blank zieht. Jeder der vorehelichen Sex praktiziert, verliert sein Leben. Das passt dann wiederum ins Bild des ersten Teils, Sex vor der Ehe hat stets Konsequenzen. Nur Leben wir im Jahr 2016. Eigentlich Zeit mit diesem Mechanismus zu brechen. Alter Scheiß im neuen Gewand. Zombie wird dieses Dogma nicht los. Michael Meyers versinnbildlicht das prüde Amerika, nach Außen das Land der unbegrenzten Möglichkeiten aber schaut man mal genauer hin...

In Seehofers Partykeller brennt noch Licht...

Im allgemeinem kommt die Sprache des Films dreckig daher, jedes Kind scheint fasziniert von Sex zu sein. Ob mit dem Bagel oder auf der Mutti, das Thema scheint omnipräsent zu sein. Fast schon bemüht darauf getrimmt. Zombie scheint uns hier weiß machen zu wollen das Teenies den ganzen Tag entweder über Sex reden oder ihn erleben und schickt Michael Meyers an jede Haustür um den ein Ende zu setzten. Zu empfehlen wäre demnach dieser Film der Clique um Seehofer und Stoiber, die sich anhand der auftretenden gelebten Konservativen Einstellung des Herrn Meyers sicher erfreuen dürfen. Perfekter Film für einen launigen Abend im Partybunker, wenn mal wieder kein Flüchtling böses tut wo gegen man hetzten könnte.

Masken die wir tragen

Zu verdanken haben wir Zombie dennoch eine neue Facette aus der Kindheit von Michael Meyers und oder einen möglichen Erklärungsversuch. Die Masken. Michael fängt an Masken zu tragen welche ihm als zweite Identität attestiert werden. Interessanter Aspekt. Hätte aber gar nicht so deutlich ausfallen müssen. Tragen wir nicht alle Masken. Wir sind freilich keine Mörder, Vergewaltiger oder Kinderschänder deswegen. Unsere Masken führen immer zu einer bestimmten Sache. Beliebtheit bei Freuden, Gehaltserhöhung beim Chef. Michaels Maske führt ins Verderben anderer Leute, das ist der Unterschied. Es ist nicht schlimm eine Maske zu tragen um sein Ziel zu erreichen. Wir brauchen sie sogar vieler Orts. Michaels Maske ist vielleicht demnach auch gar keine Maske sondern sein wahres Gesicht. Die wahre Maske die er trägt ist die eines normalen Kindes, erst wenn er die vermeintliche Killermaske trägt kommt es zum Vorschein. Die Symbolik ist sicherlich einer der Stärken des Films, ein wenig dezenter Vorgetragen wäre schön gewesen.

Das Zombie eigentlich mal früher Musiker war merkt man Halloween stark an, so verarbeitet er in einer schönen Montage einen bekannten Hit aus der 80er, der sich so schön ins Bild einbettet das man für kurze Zeit den Rest vergisst den er falsch macht. Leider hat Zombie dabei vergessen das das Halloween Theme eines der Angst einflößendsten Melodien überhaupt ist. Anders kann man sich das nur einmalige Auftreten dieser Melodie nicht erklären. Wenn man noch weiter geht und auf seine Metall Zeit verweisen will ist es vielleicht der wahre Skandal, dass er diese Musik nicht auf seine eigene Art interpretiert hat. Da kam er aber wiederum nicht über sein Konservatives Denken hinaus und lies das Theme unberührt. Dem alten Scheiß hätte ein neues Gewand sehr gut gestanden.


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Erich der Rote
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Beitrag#2  29.12.16 - 14:17  Re: Rob Zombies Halloween (2007) Kritik von Sam Antworten mit Zitat

Zitat Sam Trautman hat Folgendes geschrieben:
Den neuen Halloween schauen fühlt sich so etwa an wie zweite Klasse fliegen. Ob man in der ersten oder der zweiten Klasse sitzt im Flugzeug ist für die Ankunftszeit belanglos, beide landen zur selben Zeit. Das WIE ist aber entscheidet. Vor allem im Horror Genre entscheidet das WIE über gut oder schlecht.


Das trifft es ganz gut. Ich sass damals als grosser Halloweenfan im Kino und war dermassen enttaeuscht. Weshalb genau weiss ich nun schon gar nicht mehr, aber vermutlich aus anderen (aber vielleicht auch teils gleichen) Gruenden, die du beschreibst. Der Film war einfach mehr als mau und ein dermassen unwuerdiges Remake, da hat das Texas Chainsaw Massacre, ohne gut zu sein, es schon besser gemacht. Kein Plan, war einfach ein Kackfilm. Insgesamt hat mich Zombie als Filmemacher bisher nicht umgehauen, wobei ich das auch nur von House of the 1000 Corps (mit 15 super stoned ziemlich gut gefunden) und The Devils Rejects (mit 16 super stoned total scheisse gefunden) abmachen kann. Aber das Halloweenremake war ein grosser Stinker, kein Bock den jemals nochmals ne Chance zu geben, da bleib ich lieber beim guten alten Carpenter...


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Sam Trautman
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Beitrag#3  03.01.17 - 01:02   Antworten mit Zitat

Hab schon öfter gehört das der Zweite besser sein soll, ok das ist auch nicht schwer aber riskier mal nen Blick. Rob Zombies Filme sind so ne Sache, den Lords of Salem fand ich ganz brauchbar mit Abstrichen, was er auf jedenfall immer in seinen Filmen hat, ist n mega Soundtrack.

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Beitrag#4  03.01.17 - 12:06   Antworten mit Zitat

Den ersten Halloween fand ich noch okay, zumindest in der ersten Hälfte. Die Fortsetzung war dann Zombies Tiefpunkt... bis jetzt. Hab nämlich vor kurzem "31" gesehen, bei diesem Film zündet rein gar nichts. In einem Film wie "Devils Rejects" (für mich sein bester Film) hatten einige Oneliner wenigstens noch Witz und die Gewaltausbrüche boten einen unterhaltsamen Horrorstreifen. "31" hat aber nicht mal das zu bieten. Sonst schon jemand gesehen? (falls nicht, gut für euch)

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Sam Trautman
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Beitrag#5  03.01.17 - 14:53   Antworten mit Zitat

Wollte mir den eigentlich ansehen weil in der Zeitschrift meines Vertrauens, gut darüber berichtet wird. Und hat sich auch nicht schlecht angehört. Wenn dir aber die Streifen Halloween auch nicht zusage dann wirst du wohl mit 31 auch richtig liegen, schade um den Zombue

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Quentin's Bimbo
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Beitrag#6  03.01.17 - 16:56   Antworten mit Zitat

Zombie ist einfach kein guter Filmemacher. 1000Corpses und Devil's Rejects sind ja cool, aber der Rest scheitert irgendwie an Zombies Anspruch, sein Markenzeichen, das durch ihn etablierte WhiteTrash-Flair, immer und immer wieder einzubauen. Im Gegensatz zu seinen ersten beiden Filmen wirkt das auf mich nur noch nervig und sehr aufgesetzt "cool". Lords of Salem hatte gute Momente, war im Endeffekt aber eher unterer Horrordurchschnitt.

Die beiden Halloween Remakes sind die Krönung - auf sehr negative Art und Weise. Lustig vor allem, dass gerade Zombie sich wie ein kleines Kind öffentlich über den Inhalt des neuen Star Wars (Force Awakens) echauffierte, ihn aber nicht einmal sehen möchte, da es blasphemisch sei die Saga weiter zu führen. Bezeichnend.


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Beitrag#7  03.01.17 - 17:41   Antworten mit Zitat

Vielleicht ist Zombie auch nur ein durchschnittlicher Künstler. Da geb ich dir recht. Seine Musik ist es ja auch. Manchmal macht es aber auch Spaß einen schlechten Film zu gucken-hat man was zu schreiben...

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