Kritiken zu Once upon a time in Hollywood

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Kritiken zu Once upon a time in Hollywood

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Mueder Joe
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Beitrag#1  05.08.19 - 22:25  Kritiken zu Once upon a time in Hollywood Antworten mit Zitat

Filmstarts 10/10

Zeit online - klingt wie ne 6/10

Robert Hofmann 8/10
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Vielleicht kann Erich noch die Videoreview von Antraxx rüberziehen aus dem allgemeinen Thread?

Man findet einige Verrisse unter deutschsprachigen Seiten mit derben Spoilern. Vorsicht, die stelle ich hier noch nicht ein Mr. Green Internationale Presse sieht den Film etwas besser...

IMDB 8,5/10
Metacritc 84/100
RT 85%

Userwertungen durch die Bank weg deutlich drunter.


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Beitrag#2  05.08.19 - 22:45   Antworten mit Zitat

Wie man es auch dreht, jedenfalls kein RD oder PF 2.0 ...
ok...kann für mich immernoch an IB und DU vorbeiziehen...würd mir reichen.


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Mueder Joe
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Beitrag#3  11.08.19 - 01:19   Antworten mit Zitat

Rolling Stone 6/10

PETA hat ein Problem mit dem Film


Spoilerfreie Review
9/10 bei CSB
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Zitat AnTrAxX hat Folgendes geschrieben:
Wie man es auch dreht, jedenfalls kein RD oder PF 2.0 ...
ok...kann für mich immernoch an IB und DU vorbeiziehen...würd mir reichen.

Man liest und hört allerdings oft, dass er bei jedem Mal besser wird. Siehe:

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Erich der Rote
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Beitrag#4  11.08.19 - 06:08   Antworten mit Zitat

Mein go-to YouTube-Reviewer, mit dem ich sehr haeufig sehr aehnlich mit meiner Filmeinschaetzung liege. Ist eigentlich auch immer komplett Spoilerfrei:

EDIT: schlechtes Review:

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Hab weder das noch das folgende gesehen (gerade folgende sind sehr Spoilerheavy), aber RLM geht immer:

EDIT: gutes Review:

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Zuletzt bearbeitet von Erich der Rote am 19.08.19 - 13:21, insgesamt einmal bearbeitet

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Beitrag#5  14.08.19 - 23:39   Antworten mit Zitat

Danke für den Repost im richtigen Thread Erich.

Dann werd ich mal loslegen:

Spoiler: 

Also vorab, er hat mir gefallen. Er reicht sich auf keinen Fall in die Gruppe JB, PF, KB ein, liegt aber auch nicht in der Müllgruppe H8, DU.

Er liegt im Mittelfeld...so in der Ecke von IB und DP.

Klares Problem für mich ist der "wiederguckwert". Was ich an seinen Filmen liebe ist die Tatsache das die aus Gruppe 1 für MICH immer gehen...ob man im Wohnzimmer arbeitet, Wäsche zusammenlegt oder sonstwas, einige der Filme gehen immer. Vor allem weil die Dialoge und der Soundtrack einfach der Hammer sind. Muss ich euch ja nicht viel erzählen.
Darum liegt für mich eben auch DP recht weit oben.

IB find ich z.B. die Anfagsszene eine der besten die er jeh gemacht hat, aber der Film an sich bietet nix besonderes mehr für mich.

Und so war es in letzter Zeit immer...Gruppe 1 waren massig QT Szenen mit Mukke verknüpft, jetzt hab ich das Gefühl er hat nur noch solche Szenen eingestreut.

Bei H8 hab ich nichtmal welche von der Sorte gefunden.

Hier ist es nun so: Es sind wieder nur einige Szenen eingestreut.
Die mit Lee ist gut (wobei ich unterschreibe das seine Familie die nicht mochte. Auch ohne mich darüber informiert zu haben)

Ich bin spoilerfrei rein und komme GRAD zurück!

Die mit dem kleinen Mädchen ist gut.

Es ist für mich keine Szene zum nägelzerbeissen drin wie die mit Landa am Anfang von IB.
Als er die Ranch besucht baut sich Spannung auf, das geht aber dadurch das der Besitzer nur pennt
irgendwie nach hinten los...die durch eine absolut geniale Kamerafahrt aufgebaute Spannung als Tex zurückreitet um Cliff zu stellen geht auch nach hinten los weil er schon weg ist.

Größter Negativpunkt des Filmes für mich ist der Soundtrack.
An ZWEI....gerade mal ZWEI Stellen fällt er positiv auf, einmal wird ein Hippiesong aber nach 10 Sekunden abgewürgt und das andere Mal ist der Song aus dem Trailer.
Was das betrifft also auch nicht gut um ihn im Hintergrund laufen zu lassen.

Das ist, neben KB der für mich eher wie ein Gemälde wirkt, der erste QT der fast nur für die Augen ist.
Das was in dem Film an Arbeit drinsteckt um ihn so aussehen zu lassen wie er aussieht ist eifnach der Hammer. Wirklich eine Art Liebeserklärung an die damalige Zeit in Hollywood.
Auch wenn man ihm im Film anmerkt das er sich irgendwie selber zu der High Society rechnet die berechtigt so lebt wie sie lebt auch wenn das für ihn zu der Zeit sicher anders aussah.

Autos, Gebäude, Leuchtreklame...all die kleinen Gegenstände am Filmset, die Fernseher...sehr sehr aufwändig und toll gemacht.

Hinter dem steht aber für mich leider einiges andere zurück.

Tate ist für mich auch ein Teil der Ausstattung, sehe das absolut wie die Reporterin die ihn danach fragte.

Insgesamt passiert einfach viel zu wenig um die Laufzeit zu rechtfertigen finde ich.
Ich will nicht sagen so wenig ist bisher in keinem seiner Filme passiert (das ist mit H8 auch schwer) aber es passiert eben nix was mit der Handlung echt zu tun hat.

Es fühlt sich an als macht man eine youtube session, der Film ist viele kurze Filme...die Rückblenden und Momente am Set bekommen alle so viel Zeit das man kurz fühlt in nem Western zu sein, dann wieder ne Verfolgungsjagd in nem Actionstreifen usw.
Aber das alles bringt die Story nicht voran...warum z.B. nimmt er für den Überfall am Ende nicht Mädchen die man richtig von den Momenten auf der Ranch HAUPTsächlich kennengelernt hat?
Das ist für mich kein payoff.

Cliff und Rick sind toll. Beide, vor allem Pitt super nett, kommen toll rüber, macht Spaß beiden zuzusehen. Richtig genial finde ich bei Leo den Moment wo er den Text vergisst...bis zu dem Moment ist er in der Rolle und man denkt man guckt einen Western mit ihm...ab da wo er den Text braucht kommt er rüber wie ein GZSZ Schauspieler der Text runterbetet...aber nicht mit dem Holzhamme,r ziemlich subtil. Ganz toll gemacht finde ich.

Die Art und Weise wie das Ende gelöst worden ist war für mich sehr entspannend und auch gut.
(Auch deswegen weil ich wohl mit der Vermutung Cliff und Rick sind die Helden und retten die Tate nicht sooo richtig lag und somit NICHT gespoilert habe)
Hatte da ja im Vorfeld Sorgen, grad wo ich den 6 Monatssprung gesehen habe und dann den dicken Bauch...da dachte ich nur ohoh.
Als dann sehr schnell offensichtlich war das die sich im Haus vertun war sofort die Entspannung da und man konnte das Gemetzel genießen. Das ganze Kino (zumindest der männliche Teil) hat Tränen gelacht.
Man fragt sich (ich zumidest) in dem Moment aber direkt...warum dann das ganze Drumherum mit Tate und Polanski? Sogar noch ihren Film teilweise mit anzusehen? Das ist dann echt zuviel.

Mich störte auch den Anfang des letzten Drittels nur mit einem Sprecher zu erklären...auf einmal kam in einen (zu) ruhigen Film eine Hektik die unangemessen war...teilweise im 30sec. Takt 3h überspringen...aber auch Dinge die unnötig sind wie z.B. die oder jene Platte aufzulegen.

Ende fand ich 25-30sec zu lang...das sich öffnende "Tor zum Himmel" hat jeder gerafft...dann den Titel einzublenden war ok...hätte aber nichtmal sein müssen...nochmal mit der Kamera rumzugehen wie sie alle Hallo sagen und dann reingehen war imo über.


Was mir positiv aufgefallen ist, das kann vielleicht noch wer hier erweitern...ich meine er hat versucht aus jedem seiner Filme was unterzubringen. Red Apple hab ich im Film nicht gefunden, nur eben der Werbeclip am Ende, aber ich habe aus 2 Filmen Musik angespielt gehört, jweils nur wenige Noten. Die zwei bring ich aber grad nicht unter.
Dann hiess einer der ital. Regisseure Margarete (IB)
Eine Szene am Flughafen war mmn vor der Wand wo der Vorspann von JB abläuft (auf dem Laufband) Dann fährt Cliff einen Karmann Ghiha (wie Beatrix).

Sorry das das alles etwas ungeordnet und fehlerhaft ist ich versuche grad nur Eindrücke festzuhalten.

Also insgesamt:

Optik und Ausstattung ziemlich zweifelsfrei sein Meisterstück.
Dialoge dickes Minus
Soundtrack absolut fettes Minus.

Wofür ich ihm keine Punkte geben möchte ist die Tatsache der der Film (wie man hört liest) eine erfrischende Alternative zu dem aktuellen (meist Marvel) Kram ist und das es QT egal ist wenn in seinem Film ein Mann eine Frau brutal umbringt oder ein Hund länger gefüttert wird als manche Filme sich Zeit nehmen einen Charakter zu etablieren. Das ist zwar alles wohltuend anders und herrlich politisch inkorrekt, aber das erwarte ich von QT, das war immer schon so.
Was ich ihm aber hoch anrechne sind diesmal die Gefühle. Die Tränen zu lachen wenn einer Frau das Gesicht an einem Kamin eingeschlagen wird weil man so erleichtert ist das Tate nichts passiert ist un diese Bitch bekommt was sie verdient und dann Tate zum ersten mal durch die Sprechanlage sprechen zu lassen als käme ihre Stimme vom Himmel weil sie in DEM Moment eigentlich sachon tot war...sehr geil!

Jetzt wo ich ihn gesehen habe kann ich das geplante Releasedatum verstehen und hätte es auch nicht schlimm gefunden...es ist einfach herrlich wie kraftlos er die Mansons erscheinen lässt und auf keinen Fall die Art und Weise der Geschehnisse für Geld melkt...das konnte man vorher natürlich nicht wissen und ich hätte ihm diese hohe Art von Respekt zwar zugetraut aber wie bekannt nicht unbedingt erwartet.
Releasedatum wäre also sogar am Ende für mich klar gegangen.


Es war ein sehr schöner Film, aber am Ende bleibt trotzdemdie Frage ob es so nur noch von QT hätte kommen können.



Anekdote aus dem Kino:
Pfosten neben mir der während des Films nachrichten auf dem Smartphone verschicken muss rafft das Ende komplett nicht und fragt (die waren zu 3 dort 2 Kerle eine Frau) warum das recht mau war und muss von seinem Kumpel erklärt bekommen das Tate in echt gestorben ist: "Achso...man das ist ja krass..."


Bewertung und Ergänzungen kommen ggf. im Edit.

Möge der Austausch beginnen.



Zuletzt bearbeitet von AnTrAxX am 15.08.19 - 01:55, insgesamt 2-mal bearbeitet

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Beitrag#6  14.08.19 - 23:51   Antworten mit Zitat

@AnTrAxX

Cliff raucht auch Red Appel z.B auf dem Dach holt er in zwei szenen eine Schachtel aus seinem Hämd...

Vor allem aber sind es Füße, es gibt jede mämge füße...

Kollege u. ich meinten zeitgleich ihrgend wann wäremd des Filmes neues "Trinkspiel" Ironisch


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Beitrag#7  14.08.19 - 23:59   Antworten mit Zitat

Ja, aber die Marke hab ich dabei nicht erkannt...ok, dann war ich wohl vom Sixpack abgelenkt^^
Das Trinkspiel wird extrem hart Mr. Green


Achja, direkt schon 1. Edit:

Wirklich zum 1. Mal in nem QT wo CGI auffällt. Aber nicht wirklich negativ.
Leo in den alten Film einzubauen sah sehr gut aus und ging natürlich nicht ohne...einmal ist es wo leicht negativ aufgefallen kann mich aber nichtmehr genau erinnern wo...aber auf jden Fall das Gespucke von Leo...100pro jedesmal CGI Gleichgueltig


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Beitrag#8  15.08.19 - 00:14   Antworten mit Zitat

Zum Film, werd ihn mir die Tage erst noch mal ein zweites mal anschauen, bevor ich ne feste Meinung habe! Da ich mich darauf eingestellt hatte keine Story zu bekommen, sondern das der Schwerpunkt auf das damalige Lebensgefühl besteht. Habe ich mich gemütlich zurück gelehnt und genossen... und damit bin ich dem Film über gut gefahren. Hatte sehr viel Spaß im Kino und das Publikum hat auch an den richtigen stellen gelacht und Szenen ab gefeiert. Auch nach dem Film saßen noch einige in ihren Sesseln und haben sich unterhalten. Warum? Da wird hier sicher noch genug diskutiert!!! Brad Pitt jeden Falls Rockt den Film, gefiel mir deutlich besser als in IB. Wie gesagt, noch mal schauen und mal Sehen mit welchen Gefühl ich dann rausgehe... nach dem Kino hatte ich jedenfalls lange nicht mehr soviel Spaß daran über das gesehene mit meinen Freunden zu labbern Ironisch

Es wurde oft gesagt das dieser hier eine Mischung aus all seinen Werken ist, eine Art Best off...
in gewisser weise würde ich dem zustimmen in vielerlei hinsiecht!


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Beitrag#9  15.08.19 - 00:17   Antworten mit Zitat

CGI... Der Dialog aus Gesprenkte Ketten... muss mir auch da mal das Original als vergleich heranziehen Ironisch

P.s. zeitweise hatte ich das Gefühl ein Film von Jim Jarmusch zu schauen, vom Erzältempo her, das meine ich absolut Positiv. Daher hat mich files nicht gestört, was bisher oft kritisiert wurde.


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Beitrag#10  15.08.19 - 18:26   Antworten mit Zitat

Ich denk mal den Spoilerbutton kann man ab jetzt weglassen, also wer ihn doch noch nicht gesehen hat, ab ins Kino u dann wieder hier her...

Hier nur mal ein paar kurze Gedanken:

Ich bin etwas enttäuscht aus dem Film raus. Der Film ist großteils ein detaillierter Einblick in ein Hollywood, welches sich im Umbruch befindet und zwei Typen die den Anschluss nicht finden. Größtenteils ist das interessant zu sehen und die Genauigkeit mit der Tarantino hier alles auf die Leinwand bringt ist schon beeindruckend. Leider liegt für mich hier auch das größte Manko. Für mein Gefühl verliert sich der Film zu oft in Details und es geht nur darum noch mehr Referenzen hineinzubringen.

Beispiele: Wozu war die Szene in der Playboy Mansion da? Wohl nur um die Mansion und Steve McQueen zu zeigen, ansonsten war das doch eine sinnfreie Szene.

Oder Bruce Lee. Wenns wenigstens eine starke Szene gewesen wäre, aber der verbale Schlagabtausch war da alles andere als befriedigend.

Generell waren starke Dialoge diesmal sehr rar.

Und ja, klar will man den Boulevard zeigen, vor allem wenn er extra gesperrt wurde u alles ohne CGI rekonstruiert hat. Aber das wurde dann so oft gezeigt, dass es nur noch zum Selbstzweck verkommen ist.

Rick Dalton wurde mir für meinen Geschmack auch zuviel Zeit gewidmet. Waren doch sicher insgesamt 20 Minuten voller Bounty Law und Dreharbeiten für den Kackwestern. Hätte man locker kürzen können und dafür mehr Zeit auf Sharon Tate verwenden können.


Richtig stark fand ich dann das Finale, das noch länger hätte dauern dürfen. Der Cast war top. Auch wenn sich Daltons Szenen bei den Dreharbeiten teilweise gezogen haben, war es doch ein Spaß DiCaprio beim “schlecht spielen” zu sehen.

Es gab immer wieder starke Momente und der Film ist um Welten besser als das was Marvel mit dem Budget auf die Beine stellen würden.


Was ich mich gefragt habe: Wie wirkt der Film auf jemanden, der nichts über Sharon Tate weiß und bei der Manson Family an Marilyn Manson denkt? Da muss einem doch Tate vollkommen sinnlos erscheinen und auch das Finale an den Haaren herbeigezogen.


Werd ihn mir morgen nochmal ansehen, diesmal in OV und auf 35mm. Kann mir vorstellen, dass er mir nach dem zweiten Mal etwas besser gefällt. In die Reihe der Tarantinomeisterwerke wird ers aber wohl nicht schaffen.


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Beitrag#11  15.08.19 - 23:56   Antworten mit Zitat

Zitat vega brother hat Folgendes geschrieben:

Beispiele: Wozu war die Szene in der Playboy Mansion da? Wohl nur um die Mansion und Steve McQueen zu zeigen, ansonsten war das doch eine sinnfreie Szene.

Meiner Meinung nach um zu zeigen wie die Leute die "es geschafft" haben ihren Abend verbringen im Gegensatz zu denen die dem Karrierende entgegengehen (im Pool saufen) und denen die nur Laufburschen sind (im Trailer Miracoli fressen). Dann musste wohl sowass ikonisches wie die Mansion drin sein UND durch einen mmn sehr lahm gemachten Exposition Dump in dem McQueen einfach das Verhältnis von Tate-Polanski-Sebring dem Zuschauer erklärt...anstatt es wie es ein guter Filmemacher hinbekommen würde zu "zeigen"



Oder Bruce Lee. Wenns wenigstens eine starke Szene gewesen wäre, aber der verbale Schlagabtausch war da alles andere als befriedigend.

Ich denke um zu zeigen WIE hart es Cliff drauf hat - um ihn im Finale glaubwürdiger zu machen (und um nen Dialog zu droppen)


Was ich mich gefragt habe: Wie wirkt der Film auf jemanden, der nichts über Sharon Tate weiß und bei der Manson Family an Marilyn Manson denkt? Da muss einem doch Tate vollkommen sinnlos erscheinen und auch das Finale an den Haaren herbeigezogen.

Wird (wie ich auch über meinen Nachbarn beschrieben habe) schlicht NICHT funktionieren...sein Kumpel fragte ja "Wie fandest Du ihn" woraufhin nur Schulterzucken und paar Worte kamen, sowas wie Kacke etc. ... dann fragte er erst ob er wusste das Tate in echt gestorben ist...




Noch ein Schwachpunkt der mir eingefallen ist:
Normalerweise macht QT immer den Versuch über ellenlange Erklärungen einen Punkt zu vertreten den man so vielleicht nicht im Kopf hatte, der auch nicht richtig sein muss, aber der einem auf JEDEN Fall im Kopf hängen bleibt.
- Der Vergleich der Nazis mit Adlern, Juden mit Ratten z.B. wo man erst Richtung Rassenwahn denkt aber die Erklärung das sie darum falsch suchen macht wieder Sinn.
- Der Anzug von Superman ist nicht sein Kostüm sondern die Rolle des Kent
- Der ein oder andere wird schonmal gedacht haben warum Trinkgeld im Restaurant geben wenn es anderen Stellen auch unüblich ist...die Erklärung überzeugt den ein oder anderen.

usw. usw.

Hier hat man EINEN Versuch in der Art...und der ist kurz, lahm und funktioniert bei mir nicht...
-Wir töten die die uns das töten beigebracht haben.
Sorry die komplette Kommune kommt bei mir wie Waschlappen rüber.


Ich habe heut was sehr passendes gelesen was den Film für mich perfekt beschreibt und sicher jedem schon passiert ist:

Es ist wie wenn einem ein Kumpel ne coole Story erzählt die einen interessiert, man will sie hören und kann auch den Kumpel echt leiden und freut sich Zeit mit ihm zu verbringen...aber er kommt und kommt nicht zum Punkt und schmückt die Geschichte links und rechts aus und man denkt nur.....maaaaahhhn mach voran...


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Beitrag#12  17.08.19 - 03:23   Antworten mit Zitat

Komme gerade aus der zweiten Sichtung, Nachtvorstellung. Hab immernoch nicht den blassesten Schimmer was ich da eigentlich gesehen habe. Fühle mich genau wie nach dem Teaser. Lachen

Die Handlung und die Struktur ergibt für mich Sinn. Warum er sich für viele Szenen und Details Zeit nimmt, Einsatz von Musik, Einsatz von bestimmten Dialogen, die Bruce Lee Szene, Playboy Mansion Party, das Ende und was sonst noch umstritten ist. So betrachtet hat Quent aus meiner Sicht alles richtig gemacht. Er hat einiges anders gemacht als man es sonst gewohnt ist, aber insgesamt wirkt auf mich alles soweit rund.

Ich finde, dass man nicht unbedingt wissen muss ob Sharon Tate real oder ein erfundener Charakter ist, weil es darauf nicht unbedingt ankommt. Sie ist dann die Figur, die fürs happy end und das darstellen der drei Stufen (namenloses Billigpersonal, Berufsschauspieler, Stars) in Hollywood benötigt wird, wenn man kein Vorwissen über die Manson Morde hat. Funktioniert vermutlich auch so, weil sich Charlie kurz bei Tate sehen lässt und man so einen Zusammenhang herstellen kann.

Die Bruce Lee Szene ist sehr interessant, weil sie viel über Cliff aussagt und weniger über Lee. Cliff ist schon ein ziemliches Arschloch in der Szene und ein Idiot, wofür er auch die Quittung bekommt.

Aber irgendwas ist da was mich stört und ich weiß nicht genau was. Bei Es war einmal Amerika gings mir ähnlich. Sollte ich vielleicht mal wieder schauen, ewig her. Was sollen diese Filme eigentlich? Irgendwie scheinen sie mir auch nicht ganz in die Filmografie der Regisseure zu passen.

Die Zeit verging beide Male wie im Flug. Hab beim ersten mal eine gefühlte Stunde nach Beginn ungläubig auf die Uhr schauen müssen, als die Family bei Dalton aufschlug. Dachte es kann nicht wahr sein, dass ich schon weit über zwei Stunden hier sitze.

Besonders gefreut habe ich mich über die TR Floyd Referenz, das Kino hat gebrüllt.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die beste Schauspielleistung von Pacino erbracht wurde.

Eine Wertung kann ich beim besten Willen nicht geben, ich könnte ihn nichtmal in meine Topliste von Quents Filmografie einsortieren. Vielleicht bei der nächsten Sichtung, oder auch nicht...


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Beitrag#13  19.08.19 - 12:57   Antworten mit Zitat

Dann geb ich mal kurz meinen Senf ab:

Der Film hat mir sehr gut gefallen, obwohl nicht so gut wie ich mir urspruenglich erhofft hatte. Das liegt v.a. daran, dass mMn die Dialoge (soweit zumindest) keinen ikonischen, bleibenden Eindruck gemacht haben. Quents eigentlich groesste Staerke ist hier zwar immernoch gut, aber nicht so stark wie ich erwartet haette. Finde H8 war darin besser. Einfach kaum schnippische und coole Wortwechsel, wobei manche Dialoge schon sehr gut waren, z.B. mit dem Maedchen.
Zum anderen haette der Film manchmal besseres Editing vertragen koennen (Sally Menke, we miss you Traurig ). 3 Szenen spezifisch fuehlten sich etwas langatmig an: als Dalton die Westernshow dreht, wenn Tate ins Kino geht und als Cliff auf der Mansonfarm ist (wobei die Szene auch gut Spannung erzeugt hat. Hier zeigt Quent, dass er auch Horror koennte). Ich glaube bei wiederholter Sichtung koennen genau diese drei Szenen sich echt zu lang anfuehlen.
Das ganze rumgefahre durch L.A. in 69 (was manche wie Vega Brother auf Dauer zu viel fanden), war fuer mich einer der Highlights. Ich koennte den kompletten Film Cliff beim cruisen zusehen und waere nicht gelangweilt. Das war soo gechillt und cool, ich hatte da ein Dauergrinsen drauf. Das liegt natuerlich v.a. am absolut genialen Setdesign. Das ist SO gut und real, die unglaublichen Details in jeder einzelnen Szene sind echt beeindruckend. Dazu die Musik (auch wenn ich den OST bisher noch nicht so bleibend fand, ausser Hush von Deep Purple waehrend Polanski und Tate im MG zur Playboyvilla fahren), die Autos, und die ganze Atmosphaere dieser Zeit und der Leute (die Hippies, die Restaurants, die Moebelausstattung, etc.). Das hat extrem gewirkt, haette gerne noch mehr davon gehabt.
Insgesamt, ein Film der auch nur als reine Hommage, Liebesbrief oder auch Grabrede/Nachruf fuer das Ende einer Era dienen koennte. Das fand ich sehr beeindruckend und einer der staerksten Aspekte des Films. Das war echt ein Highlight.
Filmnerds koennen sich vor Anspielungen auf Filme/Serien/Schauspieler und andere Details kaum retten, ich persoenlich hab vermutlich nichtmal 10% davon erkannt. Sehr geil, das gibt viel Raum fuer Trivia*).
Ein eher negatives Ding fuer mich waren die vielen FamilyGuy-maessigen Rueckblenden. Im Nachhinein passts schon gut (z.B. der Flammenwerfer), aber ein paar weniger haetten es auch getan. Die Szene von The Great Escape allerdings, geil, und sehr Interpretationsfreudig. Ich hab ein paar Diskussionen online nun gelesen, und war ueberrascht, dass es manche Leute anders interpretiert haben als ich. MMn war es klar, dass er gecastet wurde, aber dann gefeuert wurde (Eric Stolz in Back to the Future-Style), waehrend andere die Rueckblende als seine Fantasie interpretieren. Was denkt ihr?

Story: Nicht viel da, aber das finde ich okay. Einfach ein Ausschnitt der Leben der Hauptpersonen, was ziemlich klug die Situation der Zeit erklaert. Und ja, man sollte oder MUSS mit den Tate-Massaker bekannt sein, dass der Film ueberhaupt Sinn macht, das ist auf jedenfall ein Problem fuer uninteressierte. Da ich (fragt nicht wieso) ziemlich gut damit vertraut bin, fand ich es ziemlich eindrucksvoll wie Detailtreu der Film auch hier war. Z.B. als Tate das Buch "Tess of the d'Urbervilles" (ja, musste ich googlen) abholt. Das war tatsaechlich ein Geschenk von ihr fuer Roman Polanski, welches er spaeter dann verfilmt hat. Nettes Detail. Ebenso die amerikanische Flagge auf ihrer Couch.

Das Ende, welches also mal wieder Geschichte umschreibt fand ich in dem Sinne auch sehr gelungen, ein schoenes "so sollte es passiert sein", mit mMn Respekt fuer Tate und eine gute Verhoehnung der kranken Arschloch-Manson-Familie. Dass Manson insgesamt weder Fokus, noch kaum im Film war, ist eine gute Entscheidung, da es ihn nicht weiter mystifiziert und Rampenlicht gibt. Gut gemacht, Quent. Mir hat das urspruengliche Releasedatum auch gestunken, aber nun verstehe ich es besser.
Insgesamt ein einwandfreies Finale. Es war super spannend und dann super lustig, die Gewalt haut mal wieder auf die Kacke, hab sehr gelacht, jop, Gewalt in Filmen macht nun mal Spass, v.a. wenn Quent es schreibt und inszeniert. Der Flammenwerfer, oh baby. Wuerde aber mit Antraxx uebereinstimmen, dass das Ende 15 Sekunden zu lang war, allerdings ist es auch nochmal schoen Tate zu sehen, dass alles gut mit ihr ist und so. Insgesamt aber unwichtig.

So, was noch? Hab bestimmt viel vergessen, ist ein Stream-of-consciousness-Wichs hier. Zu den Schauspielerischen Leistungen etc muss ich wohl kaum was sagen. Schwer den Film gerade in persoenliche QT Reihenfolge einzuordnen. Logisch besser als DU und DP. Natuerlich nicht besser als RD, PF und JB, aber dann wirds schwierig. Glaube mir gefaellt IB und KB noch etwas besser, da bisher ikonischer (?) und etwas fluessiger (Danke, Sally Menke nochmal!), aber das laesst sich erst nach erneutem Sehen sagen. Je laenger ich Hollywood sitzen lasse, desto mehr gefaellt er, aber schwer zu sagen im Moment.

Ohne Wertung fuer nun, aber vermutlich so im 8-9/10 Bereich.

Achja, Stuckmann wo ich oben gepostet habe hat ein echt Kackreview abgegeben, normalerweise liest er Filme besser, hier hat er mMn versagt und komplett die Hauptpunkte nicht verstanden. Die Jungs von RLM allerdings sprechen mir in den meisten Dingen aus der Seele, hab vieles genauso gesehen, sehr gutes Review.


*Ein Beispiel fuer Trivia, die ich durch einen Podcast mit Quent erfahren habe: Die Szene als Rick Dalton die ganzen italienischen Filme macht, einer davon "OPERAZIONE DYN-O-MITE" zeigt eine Autoverfolgungsjagd. Diese Szene ist direkt von den Film "Moving Target" von Sergio Corbucci genommen. Der Corbucci also, der im echten Leben bei Django Regie gefuehrt hat und hier die anderen 3 Dalton Filme gemacht hat.


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Super Leute, ich stimme bis jetzt mit Erichs Review am meisten überein. Kp was Wolf für Probleme hat, aber der "Wiederguckwert" ist bei mir so hoch, dass ich ihn noch ein drittes mal gucken würde und auch der Sountrack läuft bei mir Pausenlos im Auto als OST mit geiler Radiowerbung zwischen den Songs.

Ich schreibe die Tage dann auch noch etwas mehr.


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Beitrag#15  20.08.19 - 10:28   Antworten mit Zitat

Hallo Freunde, der Goulden-Basterd-Preisträger für den beknacktesten Nickname ist vorerst zurück. Keine Ahnung wann ich mich hier das letzt mal zu Wort gemeldet habe aber wie schon zu H8 hab ich mich in den letzten Wochen hier rumgetrieben um spoilerfrei ein wenig in Tarantino-Hype-Stimmung zu kommen und (nach Sichtung des Films) ein paar Reviews von Board Mitgliedern zu lesen.

Leider ist hier scheinbar generell nicht mehr allzu viel los, hätte auf jeden Fall (zum Erscheinen des neuen Films) mit mehr gerechnet und gebe deswegen dann auch mal meinen Senf dazu.

Vorsicht Spoiler.

Nach der ersten Sichtung war ich relativ baff und ein wenig enttäuscht. Ich fand die Einspieler von Rick‘s alten Film- und Serienauftritten viel zu viel. Habe im Kino zweimal (!!!) auf die Uhr geschaut um zu sehen wie lange es noch dauert. Gar nicht gut. Sobald Cliff das Hippie Mädchen einsammelt geht‘s los. Spannung auf der Ranch wird aufgebaut, führt zu nichts. Hat mich ein wenig enttäuscht zurückgelassen, fand ich aber nicht weiter schlimm. Das Finale war schon beim ersten gucken ziemlich witzig, die Geschichtsumschreibung um die Tate Morde und den angedeuteten Lichtblick für Rick’s Karriere fand ich super!
Releasedatum, das haben ja schon mehrere hier gesagt, hätte ich völlig ok gefunden. Sharon Tate wird hier Respekt gezollt. Sie wird ganz einfach in Ruhe gelassen. Sie ist die Sympathie in Person, ein Sonnenschein und lebt hier einfach ihr Leben, was ihr in der Realität nicht vergönnt war. Tarantino hat das meiner Meinung nach genau richtig gemacht.

Jedenfalls bin ich nach der Nachtvorstellung dann nachhause, hab mich schlafen gelegt ohne weiter groß über den Film nachzudenken. Kein gutes Zeichen.

Aber dann: der nächste Tag. Ich stehe auf und alles was ich will ist es, diesen Film nochmal zu sehen! Ich geh also ins Kino, vorgestern Abend und freue mich wie ein kleines Kind. Viel mehr als beim ersten Besuch. Freue mich auf die Einspieler von Rick’s Karriere, freue mich auf die Spahn Movie Ranch, auf Brandy, auf Bruce Lee usw ufs. All die Dinge die ich nach dem ersten Gucken kritisiert habe sind mir beim zweiten Mal nichts als positiv aufgefallen. Jeder Einspieler, die Spannung auf der Ranch, die ins Nichts führt. Ich hatte ein Dauergrinsen auf dem Gesicht und ich kann’s nicht erwarten nochmal reinzugehen (dann auch mal in die OV, war nämlich beide Male so spontan im Kino, dass nur noch die deutsche Version lief)

Schauspielerisch jeder top, DiCaprio aber allen voran Pitt sind unglaublich gut.

Soundtrack super, wie gewohnt.

An Dialogen war sicher mehr rauszuholen, war schon super aber nichts wirklich dabei, was tagelang (oder jahrelang) im Gedächtnis bleibt.

Im großen und ganzen kann ich sagen:
Man sollte über die Manson-Morde Bescheid wissen, sonst erzielt das Ende nicht die gewünschte Wirkung.
Ich bin komplett Spoilerfrei in diesen Film gegangen. Habe keine Trailer gesehen, nichts über die Handlung gewusst. Das hat meinem ersten Kinogang geschadet. Ich habe einfach trotzdem Erwartungen an einen Film, vor Allem wenn die einzige Information die ich habe ist, dass es um die Manson Morde gehen soll. Mehr Gewalt, ein Irrer Charles Manson. So ein Film ist das nicht.
Als ich allerdings beim zweiten Mal reingegangen bin und wusste was auf mich zukommt hat das dem Film sehr viel besser getan. Ich bin super zufrieden.

Würde aus Euphorie momentan gerne 10/10 LSD-Zigaretten geben, denke aber dass 9-9,5/10 realistischer ist.

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