The Hateful Eight - Reviews - Seite 4

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The Hateful Eight - Reviews

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moep0r moep0r wurde ein Goulden Basterd verliehen
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Beitrag#46  02.02.16 - 15:35   Antworten mit Zitat

Spoiler: 


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Zitat EZR hat Folgendes geschrieben:
Änder mal deine Signatur, Moep0r! Das Forum hat demokratisch entschieden, dass du nur der roteste Rotschopf bist, den dümmsten Nick hast du leider nicht.


OMGWTFBBQ1337
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Clarence Worley
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Beitrag#47  03.02.16 - 10:09   Antworten mit Zitat

Also ich muss sagen, Roadshow Fassung ist sehenswert, die Werbung im Zoo Palast war beschissen, aber wenn man das mal weglässt, dann bleibt noch folgendes:
Schon am Anfang war alles sehr langgezogen, es dauerte eine gefühlte Ewigkeit (Overtüre, Einblendungen und dann die erste Einstellung), irgendwann musste ich laut auflachen deswegen. Aber lange Rede, kurzer Sinn, Kameraeinstellungen geil, Szenerie auch gut, Schauspieler in Ordnung, Musik war nichts einprägsames dabei von Morricone (wie es früher der Fall war, trotzdem Stil erkennbar, aber kein Kracher dabei), aber die Story? Also die Charaktere empfand ich für Q-Verhältnisse sehr sehr dünn, die Story superdünn, aber ich rette mich damit, dass es in einem klassischen Italowestern immer nur um Kopfgeld oder ne Goldkiste geht. Werde aber meine Meinung evtl. noch ändern, wenn ich ihn dann nochmal digital sehe bzw. auf Blu Ray erwerbe, weil das ist Pflicht.
70mm Hin oder her, ich glaube als Laie da keinen erkennbaren Unterschied gesehen zu haben, da es mir manchesmal vorkam, das die Einstellungen gelblich befleckt (im Schnee) waren bzw. teilweise verschwommen, was bei der Digitalfassung wahrscheinlich nicht der Fall sein wird, vielleicht haben sie auch nur gepfuscht im Vorführraum ...


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Mueder Joe
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Beitrag#48  03.02.16 - 10:39   Antworten mit Zitat

Zitat Clarence Worley hat Folgendes geschrieben:
70mm Hin oder her, ich glaube als Laie da keinen erkennbaren Unterschied gesehen zu haben, da es mir manchesmal vorkam, das die Einstellungen gelblich befleckt (im Schnee) waren bzw. teilweise verschwommen, was bei der Digitalfassung wahrscheinlich nicht der Fall sein wird, vielleicht haben sie auch nur gepfuscht im Vorführraum ...


Das liegt hauptsächlich an zwei Faktoren:

- Die Ausstattung des Zoo Palastes taugt nicht für 70mm Vorführungen. (nett ausgedrückt)
- Die Schärfe wurde bereits beim Dreh leicht beeinträchtigt durch die Lichtverhältnisse und andere Feinheiten, die ich als Laie nicht beurteilen kann, aber man liest es in den verschiedenen Fachforen öfter. (zb bei Filmtech) Zusätzlich könnte das überforderte US-Kopierwerk ebenfalls zur Qualitätsminderung beigetragen haben. (die Vermutungen häufen sich)

Alles in Allem wurde das Potential des Films nicht ganz ausgenutzt, H8 sieht aber in Topkinos, wozu der Zoopalast keinesfalls zählt, immernoch besser aus als fast alles was digital ist.

EDIT: btw. Bei der Digitalversion gibts übrigens andere Probleme, vor allem bei den Farben, aber dazu mehr in meiner Review wenn ich nochmal in der 4k war. Bin gespannt wie das auf Bluray umgesetzt wird.


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Clarence Worley
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Beitrag#49  03.02.16 - 12:20   Antworten mit Zitat

Danke für die Aufklärung, so schlecht war das Bild ja dennoch nicht, die Nahaufnahmen und vor allem in der Hütte die Szenen waren gestochen scharf, auch die Leinwand kam mir sehr groß vor, vergleichbar mit Star Wars im Imax muss ich sagen, war die Leinwand genauso groß, wenn nicht sogar riesig, da mir normale Leinwände in den üblichen Säalen immer so klein vorkommen. Und Mitte Mitte (Reihe K) im Saal 1 zu sitzen, war genau die richtige Wahl!
Umgebaut haben sie den Zoopalast Saal 1 ja wohl erst vor einem halben Jahr und sie haben geschrieben, keine Kosten und Mühen gescheut zu haben, um alles perfekt umzusetzen.
Jedenfalls muss ich noch ergänzen, das mein erster Eindruck vom Film zumindest auch damit abschließt, das ich zumindest mit einem Quentingefühl aus dem Kino kam und das liegt nicht daran, das er mir persönlich bei der Premiere die Hand gedrückt hat.
Im Imax wäre der Film sicher auch cool, da habe ich vor Star Wars den Trailer schauen müssen. Sah einfach nur groß aus!


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gold watch
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Beitrag#50  04.02.16 - 08:39   Antworten mit Zitat

haltet mal fest die daumen, dass ich für morgen donnerstag karten für die premiere hier in nexiko-stadt bekomme. hab soweit mir bekannt an allen seriösen wettbewerben mit grösstmöglichen einsatz teil genommen (hab selbst printscreens von mir als komparsen in IB eingereicht; die ich bisher nichtmal hier im forum (aus mehreren gründen) geposted habe.

werde es jedenfalls richtig übel nehmen, wenn ich es nicht in die scheiss-premiere schaffe. tarantino wird zwar trotz vorankündigung nicht anewesend sein - diese schlechten news sind jetzt eine woche alt. trotzdem will ich mir den streifen endlich in guter premiere-quali geben, denn am freitag, beim landesweiten anlaufen der schau hier in mexiko, sitze ich ausgerechnet bereits im flieger nach europa. das heisst, ich müsste mich dann mit einer konventionellen, provinziellen digitalen kinofassung zufrieden geben, irgendwo zwischen chur (schweiz), hohenems (österreich) und münche. was ich wohl oder übel eh machen werde, ob als erst- oder zweitsicht. jemand in der nähe von münchen zwischen dem 15. und 18. februar der bock hat, sich das kammerspiel mit mir anzuschauen? wäre zu geil, weil ich nich a la clerence worely allein im kino sitzen möchte. obwohl das auch cool ist, solange ein geiles mädchen in der nähe sitzt.



Zuletzt bearbeitet von gold watch am 04.02.16 - 09:32, insgesamt einmal bearbeitet
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Budd Sidewinder
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Beitrag#51  04.02.16 - 09:24   Antworten mit Zitat

Dann berichte mal über die Reaktionen bei der Szene mit dem
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Erich der Rote
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Beitrag#52  04.02.16 - 12:37   Antworten mit Zitat

HAHAHAHA Lachen

Laeuft der Film dann eigentlich in Spanisch synchro? Wohl nicht bei der Premiere....

Ausserdem, post sofort diese Bilder Goldy du Arschloch, bist uns eh noch nen mega fetten Bericht ueber die Komparsen Rolle schuldig Zornig


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Lt. Aldo Raine
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Beitrag#53  04.02.16 - 16:09   Antworten mit Zitat

Nachdem die Schauburg in Karlsruhe hier ja mehrfach erwähnt wurde und auch einen sehr guten Ruf genießt, wollte ich mal einen kleinen Erfahrungsbericht beisteuern.

Auch wenn ich schon länger nicht mehr dort wohne, war ich doch begeistert, dass eines der Kinos, die den Film in der Roadshowfassung aufführen, in meiner Heimatstadt steht.
Mein geliebtes Karlsruhe werde ich also immer mit diesem besonderen Erlebnis verbinden. Aber das nur ne kleine Randnotiz.

Wir waren am 31.1. in der synchronisierten 19Uhr-Vorstellung. Leider der Tatsache geschuldet, dass wir durch die 3 stündige Anfahrt und beruflichen Verpflichtungen keine andere Vorstellung hätten wahrnehmen können. Aber zur Synchro später mehr.

So gegen 18.15 Uhr kamen wir beim Kino an, manche warteten schon, überfüllt war es allerdings nicht.
Direkt aufgefallen sind die wirklich billigen Preise der Snacks und Getränke. Popcorn bewegte sich so zwischen 2 und 3€, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, während andere Snacks, die im Cineplexx 3.90€ kosten, sogar für 1€ zu haben waren.
Nach einer halbstündigen Wartezeit wurde man dann in den Vorraum der Kinosääle gelassen, da die vorige Vorstellung wohl etwas überzogen hatte. Achja, die Roadshow-Heftchen musste man an der Getränkeausgabe durch die Vorlage des Kinotickets anfordern und wurden nicht direkt beim Einlass ausgegeben.
Sympathisch war auch, dass der Kinobesitzer persönlich anwesend war und sich an den Vorbereitungen, so wie dem Einlass beteiligt hat. Generell schien ein ganz nettes Arbeitsklima zu herrschen, auch wenn das natürlich nur mein oberflächlicher Eindruck ist.

Nun gut, aber jetzt zur Vorstellung an sich.
Sie startete nicht pünktlich, so 10-15min später , da wohl gewartet wurde, bis der Großteil anwesend war. Ich dachte während des Wartens, dass die Ouvertüre eigentlich eine gute Möglichkeit gewesen wäre um die Wartezeit etwas angenehmer zu gestalten, aber im Endeffekt ne coole Aktion - so dass auch jeder die Ouvertüre miterleben konnte.
Dann, das Licht wird gedämmt, die ersten Noten erklingen und so langsam beruhigt sich das Publikum nach und nach.
Generell war es ein recht enthusiastisches Publikum und man konnte die positive Aufregung regelrecht spüren.
Die Reihe hinter uns hat sich angeregt über den Grobi.tv Bericht über die Schauburg unterhalten, waren evtl. also auch ein paar Forumsleser anwesend.

Das Timing des Vorhangs war durchgehend perfekt, ist also nicht negativ aufgefallen.
Bei der langen Anfangssequenz war dann plötzlich ein doch recht auffälliges Flackern zu erkennen, was mich kurz innerlich etwas anspannen lies, da mir diese Debakel-Erfahrungsberichte in den Kopf schossen. Das hat sich dann aber glücklicherweise relativ schnell gelegt und ab da an, war es ein spaßiges und fast einwandfreies Erlebnis.

Die gebogene Leinwand erzielte imho den schönen Effekt, dass man sich etwas mehr ins Geschehen auf der Leinwand involviert fühlte. Und als Laie, meine ich, dass die Licht- und Farbdarstellung im Film viel natürlicher rüberkam, als ich es bisher im Kino wahrgenommen habe.
Der Sound in den Tiefen war sehr angenehm und nicht übertrieben basslastig, während die Hochtöner leider etwas schrill rüberkamen. man hätte die Lautstärke etwas dezenter einstellen sollen. Manchmal war das etwas anstrengend, aber ich bin da auch etwas empfindlich.

Ich hatte die ein oder andere Kritik zuvor gelesen, weshalb ich nicht ganz unbelastet da ran ging. Die Story-Abschnitte hatte ich immer vermieden, ebenso den Soundtrack, aber auf diverse Längen hatte ich mich eingestellt, so wie weniger erinnerungswürdige Dialoge. Aber eins war klar, ich wollte den Film lieben und ich denke das beeinflusst natürlich auch die Wahrnehmung.

Der Soundtrack hat mich absolut aus den Socken gehauen, klar es ist jetzt nicht unbedingt der Soundtrack zum Leben, den man sich auf den Mp3-Player lädt und dann beim Joggen anhört. Aber es hat mich richtig gefesselt und dieses Main-theme, welches fortlaufend in die Szenen eingebettet wurde verfolgt mich jetzt schon seit Tagen. So eine unangenehme Spannung die so vor sich hin brodelt und mit der
Spoiler: 
Blowjob-Szene
ihren Höhepunkt erreicht.
Ich war ja anfangs überrascht wie viele humorvolle Szenen gerade die Anfangsphase beinhaltet, da ihr ja so eine Schwerfälligkeit von Manchen vorgeworfen wird. Im Kino wurde sehr viel gelacht und es war spannend zu beobachten, wie sich das nach und nach gelegt hat.

Nach der vorhin erwähnten Szene und dem Einläuten der Pause hatten doch einige tiefe Seufzer abgelassen. Aber nicht verächtliche, sondern eindeutig aufgrund der intensiven Szene.
Während ein paar Wenige sich vor lachen kaum halten konnten und das Erwähnen eines
Spoiler: 
schwarzen Schwanzes
einen Lachkrampf auslöste, ist einigen fast das Blut gefroren, unter anderem auch mir. Selten war ich so fertig nach einer Szene.

Ich denke, dass diese Szene, ob er nun gelogen hat oder nicht, die Willkürlichkeit was das Thema Rassismus und Diskriminierung anbelangt auf den Punkt bringt. Ein Vorwand um eine Machtstellung zu erhalten bzw. zu bewahren.

Generell hat mir der politische Subtext sehr gut gefallen und ich denke, dass ich da bei meiner nächsten Sichtung, dann in der Originalfassung, stärker darauf achten werde.
Achja, die Synchro war, wie ich finde, schon schädlich stellenweise. Walton Goggins wirkt, trotz seiner herausragenden Leistung, allein durch die Synchro etwas affig und auch wenn an sich das Verschlucken der Wörter von Daisy Domergue ganz gut umgesetzt wurde, wirkt die Stimme gegen Ende hin etwas entkoppelt vom Charakter. Also es fühlt sich halt irgendwie nicht richtig an.

Jo, mich haben auch die Slowmotion-Sequenzen etwas irritiert - einfach unnötig und naja die Auflösung hat mich jetzt auch nicht komplett vom Hocker gerissen. Außerdem fehlte mir vielleicht etwas mehr Tiefe für den ein oder anderen Charakter (Joe Gage, Bob,
Spoiler: 
Jody
) um da noch etwas emotionaler dabei zu sein.
Aber trotz allem war gerade der Agatha Christie-Aspekt ne tolle Sache und es hat Spaß gemacht in der Pause die ein oder andere Meinung/Vorahnung auszutauschen und wahrzunehmen.
Die Leidenschaft der Darsteller, die Bilder (u.a. Schneesturm), die atmosphärische Dichte, der politische Subtext und, was ich noch hervorheben möchte, der Einsatz der Musik - wie nämlich die Geschichte durch sie erweitert wird, machen den Film für mich zu einer der befriedigendsten Kinoerfahrungen seit Langem.

Schön finde ich auch wie passend "Apple Blossom" von den White Stripes eingesetzt wurde. Sowohl als "Foreshadowing", so wie auch charakterbildend für Daisy Domergue:

Spoiler: 
hey little apple blossom
what seems to be the problem
all the ones you tell your troubles to
they don't really care for you

come and tell me what you're thinking
cause just when the boat is sinking
a little light is blinking
and i will come and rescue you

lots of girls walk around in tears
but that's not for you
you've been looking all around for years
for someone to tell your troubles to

come and sit with me and talk awhile
let me see your pretty little smile
put your troubles in a little pile
and i will sort them out for you
i'll fall in love with you


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gold watch
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Beitrag#54  04.02.16 - 17:34   Antworten mit Zitat

yay, tickets für die premiere heute abend gewonnen! Smile
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Captain Koons
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Beitrag#55  08.02.16 - 15:33   Antworten mit Zitat

Nun hab auch ich beide Versionen gesehen. Erst die deutsche kurz nach Kinostart und dann am Samstag die „70mm breitere“ (OmU) in Berlin. Auch wenn das Kinoerlebnis dort etwas Besonderes war, ist der Formatunterschied in der Bildbreite gefühlt wirklich nicht viel größer. Zudem hat das Bild bei den weiß dominierten Außenaufnahmen, ähnlich geflimmert wie der Hintergrund meiner Textdatei, was vermutlich an der bereits bemängelten Ausstattung/Projektionsqualität des Zoopalasts lag.

Zwischen beiden Kinobesuchen habe ich mir nochmal Django Unchained auf BD reingezogen, um einerseits meine Ohren auf Südstaatenslang zu eichen und anderseits die nächst liegenden Vergleiche ziehen zu können, was ich in den folgenden Punkten auch teilweise tun werde. Das Ganze soll eigentlich knapper werden, weil ja bereits viel zum Film geschrieben wurde, wobei ich die meisten Kritikpunkte teile.

Story: Klar ist das Konzept anders als bei DU und mag für ein Theaterstück ausreichen, aber für einen dreistündigen Kinofilm etwas dünn. Es gibt hier zwar wieder eine Unterteilung in Chapter, doch die ersten 3 ziehen sich, das Vierte und Beste ist sehr ausgeklügelt, das Fünfte die harte aber weniger verblüffende Aufklärung und das Sechste der gelungene Showdown.

Dialoge: Der raue Umgangston im wilden Westen hält sich mit cleveren Sticheleien und präzisen Diagnosen die Waage, allerdings wiederholen sich die Situationen und Gespräche in der ersten Filmhälfte mehrmals. Wer dies bei DU kritisiert hat, dürfte bei H8 keine anderen Maßstäbe ansetzen. Die prägnanten Zitate sind dagegen Mangelware. Zusammen mit der Story ergibt das jedenfalls nicht Q.T.‘s bestes Drehbuch und hat mMn auch keinen Oscar verdient.

Setting/Kamera/Schnitt: Die Szenerie gab zwar wenig her, aber das Wenige wurde brillant ins Bild gebannt. Ein paar Außenaufnahmen sind etwas zu lang geraten, innen gibt es dafür umso mehr Abwechslung und Fokussierungsoptionen. Zudem werden wieder einige bekannte Einstellungen geliefert. Das Editing ist ansonsten sehr stimmig.

Humor: Neben den herrlichen Schrullen der Protagonisten wird wieder auf Running Gags gesetzt. Hier nervt bspw. das Getue um die defekte Tür eindeutig, während dagegen allerlei Dinge über den Film verteilt zu Recht in Daisy’s Visage landen (Ellenbogen, Fäuste, Schnee, Eintopf, Blut, Gehirnmasse… Genau! )! Überhaupt sind die Lacher öfter direkt an Gewaltakte gebunden als in anderen Tarantino-Streifen, was H8 zumindest nicht erwachsener macht. Außerdem wird ständig die dichte, ernste Atmosphäre gelöchert, die sich viele versprochen haben.

Charaktere/ Cast: Allen voran sei Daisy Domergue genannt, eine hinterhältige Hexe vor dem Herrn, wie sie in der Bitch-Bibel steht! Am harten Hangman hängend hält sie sich noch zurück und drückt sich oft neckisch nonverbal aus, bevor sie sich am Ende als verdienter Villain etabliert. Die anderen Mitglieder der Domingray-Gang taugen leider nicht dazu. Sie liegen wenig bedrohlich auf der Lauer und sind in der Rückblende kalkuliert kaltblütig. Unter Banditen habe ich sicher keinen Stephen oder Calvin Candy erwartet, aber man hätte sie um die Dimension der Durchtriebenheit erweitern können. Selbst Oswaldo, legt seine gut gespielte Rolle als Schlichter nicht mal nach seinem Bauchschuss ab, wenn er Mannix sein Kopfgeld für Daisy’s Leben anbietet. Joe Madsen ist keine weitere Zeile wert, während Bob und Jody höchstens mit Fremdsprachenkenntnissen glänzen.
Zum Glück gibt es 3 Gegenparts, die zwar keine Helden sind, aber wenigstens für sich stehen und glaubwürdig agieren. John Ruth ist eine raubeinige, prinzipientreue, aber recht naive Figur, wie man sie in einem Western erwartet und von Kurt Russel perfekt verkörpert. Dagegen ist Warren ein genialer „Kriminalkommissar“ mit dunklem Background, der die Situation und Lügen schnell durchschaut und seine Selbstschutzstrategien nie vernachlässigt. Wenn er dann die Kontrolle übernimmt, erinnert das aber zu sehr an Sam Jackson’s Part in PF, trotzdem gewohnt gut. Chris Mannix ist wiederum noch facettenreicher und sorgt mit seiner Art für Auflockerungen. Das ist Goggins‘ gelungenes Upgrade zu Billy Crash aus DU! Nun fehlt noch ein General, der leider zum Stillhalten verdonnert wurde. Von dieser Figur hatte ich definitiv mehr erwartet und Bruce Dern durfte seine Möglichkeiten nicht ausspielen.

Politische Message: Ich möchte da ehrlich gesagt nicht mehr reininterpretieren als nötig. Der Film beschreibt im Wesentlichen die sozialen Sitten der damaligen Zeit und die Nachwirkungen des Bürgerkriegs. Nord- und Südstaatler sind weiterhin verfeindet, Letztere geben immer noch nix auf „Nigger“, Mexikaner kann keiner leiden und die amerikanische Administration ist weit davon entfernt Gerechtigkeit oder gar Gleichheit durchzusetzen, zumal sich ihre Exekutive auch nur aus Mitgliedern dieser gespaltenen Gesellschaft rekrutieren lässt.
Alles ist aber nur bedingt auf die Gegenwart übertragbar und soll wohl auch hier (ähnlich wie in IB oder DU) nicht zu ernst genommen werden, was vor allem das Ende andeutet. Hier liest der scheinbare Sheriff mit blutigen Händen einen erfunden Lincoln-Letter, in dem der schwarze Major Marquis für seinen vorbildlichen Kampf gelobt wird, andächtig und von pathetischer Musik begleitet vor. Anschließend zerknüllt er ihn, um mit einem Zitat von John Ruth zu enden, dass die Todesstrafe befürwortet. Schöne Moral. Ironisch

Score/Soundtrack: Ennio Morricone hat das unheilvolle Hauptthema komponiert und es fast jedem Stück zu Grunde gelegt. Doch dadurch entfaltet der Score zu selten Durchschlagskraft und bleibt in vielen Szenen sehr subtil. Meine Ansprüche hatte ich ja schon zurückgeschraubt, hätte mir aber mehr Impact und Nachhaltigkeit gewünscht. Die live performten und von Q.T. gewählten Lieder haben gewirkt und waren gut platziert. Als CD schaffe ich mir den Soundtrack jedoch nicht an.

Fazit: Tarantino spielt mal wieder geschickt mit den Erwartungen seines Publikums, überschätzt hier aber den Einfluss seiner skurrilen Einfälle, einzigartigen Erzählweise und Charakterzeichnung auf den Unterhaltungswert. Er zitiert sich zu oft selbst und wird scheinbar bequem. Jennifer Jason Leigh’s Leistung sollte trotzdem von der Academy anerkannt werden. Das traditionelle Kino wird zwar nochmal gewürdigt, aber ist so sicher nicht zu retten. Im Ranking seiner Filmografie landet H8 bei mir im unteren Viertel, weil ich das leichte Gefühl der Enttäuschung nicht loswerde.
7/10 Kopfprämien


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Bei Tarantino geh ich ins Kino!
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Beitrag#56  22.02.16 - 14:41   Antworten mit Zitat

Jetzt, nachdem ich auch in der 4k Version war, will ich auch mal ein paar Sätze mehr zum Film schreiben:

Quent hat mittlerweile ein Niveau von Narrenfreiheit erreicht, von dem Hitchcock sein Leben lang geträumt hat. Diesmal hat er über seinen Spleen, übertrieben ausgedrückt "abgehalfterte" Schauspieler die keine Sau (abgesehen von Filmfreaks und alten Säcken) mehr kennt und (normaler Weise) Gift an der Kinokasse sind, hinaus auch noch einen Nischen-Nischen-Mix als Handlungskonzept, das junges Publikum erfahrungsgemäß erfolgreich vom Ticketkauf abhält. (politischer 3 Std. Rumgelaber-Western) Das düstere Kammerspiel in engen Räumen presst er in ein analoges Format, das seine Vorteile hauptsächlich in der Totalen bei Außenaufnahmen und Sonne ausspielt, das keine Sau mehr so richtig produzieren kann, keine Sau mehr so richtig abspielen kann und überhaupt kein Schwein mehr so richtig was mit anzufangen weiß und dadurch auch kaum einer (bis auf die paar Kaputtniks hier im Forum) analog gesehen hat, weil es so gut wie keine Kinos gibt dafür. Nebenbei überzieht er das Produktionsbudget um die Hälfte und macht sich bei der Rechten und den Cops kurz vor Release in den USA unbeliebt. Manche nennen es Marketing, andere Idiotie. Vielleicht ist es auch einfach nur Quent, wer weiß. Dass die Weinsteins da mitgespielt haben dürfte sie um einige Sorgenfalten reicher gemacht haben. Muss am Einspielergebnis von DU liegen... Entstanden ist ein Film, bei dem ich gespannt bin wie er in 20 Jahren beurteilt wird.

Zum Film:
Das Intro ist einsame Klasse, für mich sogar das beste, das er überhaupt gemacht hat bis jetzt. Timing, der Titel und die Namen, Kamera, das bedrückende fahle Halbdunkel und die Körnigkeit mancher Einstellungen, in anderen wieder Klarheit, Schärfe und Sonnenstrahlen, mal Schnee, mal keiner. Alles ist zwielichtig. Das an der alten Frontlinie stehende Kruzifix mit dem verfallenden Holzerlöser, der so alt aussieht, dass sich der Bürgerkrieg davor abgespielt haben muss. Dieses Kreuz scheint kein gutes Omen zu sein für die, die es passieren. Der Maestro bestimmt das Intro, gibt den Takt der Bilder vor und und legt die Grundstimmung. Das Stück wird später noch in einigen Variationen im Film auftauchen, eine nette Hommage an Werke wie Die Linke und die Rechte Hand des Teufels, wo es exzessiv betrieben wurde.

Zur Handlung wurde ja schon einiges Geschrieben, das spar ich mir. Die Besetzung ist größtenteils super. Absolut genial spielen für mich Walt Goggins und Kurt Russel. Besonders Russel will ich hier nochmal hervorheben, weil er etwas unter geht in den Reviews, aber das Westernraubein vom alten Schlag, einen "echten Kerl" einfach verdammt überzeugend spielt und voll in den Film passt. Er ist das absolute Gegenteil der "Fremdkörper" wie zb. Tatum, der einfach nicht ernsthaft einen gefährlichen Typen verkörpern kann. Fehlbesetzung. Goggins ist auch Spitze, er hatte es leichter als Russel durch seine Rolle zu glänzen. Leigh spielt fast genauso gut, wäre eine Schande gewesen, wenn sie ihren Job an den Nagel gehängt hätte, gut dass Quent sie davon abgehalten hat. Dann wäre da noch Sam Jackson. Den kann ich schon langsam nicht mehr beurteilen. Klar spielt er sehr gut, aber dadurch dass er in fast jedem Quent Film eine ähnliche Rolle spielt, galt meine Interesse eher den anderen genannten. Auch O. B. fand ich überzeugend, der hatte alle meine Sympathien von Anfang an. Madsen hat nur ne kleine Nebenrolle ohne viel Potential, das hat mich etwas enttäuscht, was ich aber Quent zu 100% anlaste, da wäre auch ohne mehr screentime deutlich mehr drin gewesen. Was man von Madsen gesehen hat, war gut gespielt. Dern fand ich nicht so überzeugend, da war er als Carucan in DU viel einprägsamer, auch da geb ich dem Drehbuchautor eine Teilschuld. Roth hat die Sache auch gut gemacht, hat sehr gespielt bzw etwas overactet gewirkt in manchen Szenen wie bei der Frontierjustice-Ansprache. Dachte erst das wäre Absicht, so als wäre seine Rolle ein schlechter Henker-Schauspieler und fand das gut gemacht. Leider, wie schon ein paar User hier anmerkten, bricht er seine Rolle nicht als er enttarnt wird, was für mich den kompletten Character im Film versaut. Vlt sollte das ein Witz sein, dass Engländer bis in den Tod höflich bleiben, aber ich fands kacke. Bichir hats auch drauf, auch Zoe hat mich überzeugt die können beide gerne wieder im nächste Streifen auftauchen.

Soundtrack 10/10 Oscarwürdig

UP-70 Umsetzung 8/10

Ich fand die Roadshow allererste Klasse, bis auf ein wichtiges Detail: Leider hat die Bildqualität nicht das Potential von 70mm (5perf) ausgeschöpft. In Anbetracht der Schwierigkeiten sowas heute noch umzusetzen, auch unter den Drehbedingungen, geb ich mal 8 Punkte. Die Projektion in den Roadshow-Kinos bewegte sich je nach Kino in einem breiten Spektrum etwas über der 4k Version. Keine gute Werbung für das analoge Format. Woran das letztendlich gelegen hat, darüber streiten die Fachleute. Klar ist: Das Endprodukt ist nicht ganz vergleichbar mit einigen 60er-Jahre UP70-Produktionen.

Kamera: 9/10

Im Prinzip hat RR alles richtig gemacht, wurde aber durch die Produktionsumstände etwas eingeschränkt. Tolle echte Handarbeit jedenfalls. Lubezki war technisch genauso gut, konnte sein Können durch den richtigen Film aber viel spektakulärer unter Beweis stellen. Die digitale Nachbearbeitung hat den Eindruck nochmal wirkungsvoll abgerundet im Vergleich zu Quents B-Movie-Einlagen. (die ich durchaus mag, aber nicht so der Mainstream) Der Oscar müsste knapp an Rev gehen, sonst kann keiner mit den beiden Bildmeistern mithalten dieses Jahr.

Drehbuch, Handlung/Plot: 9/10

Für Quents Verhältnisse nicht so mega gut. Im Vergleich mit anderen aktuellen Filmen ein Witz, dass H8 nichtmal nominiert wurde. Was mich besonders stört sind ein paar unausgegorene Charaktere wie Jody, Dern und Hicox, dann Billiglösungen wie der Sackschütze, da hätte auch plötzlich ein Meteoroid einschlagen können. Wie bei dem mMn sehr gutem Film "Victoria" als das Auto einfach aus geht. Billig. Den Dialogen fehlt etwas die coolness und Leichtigkeit wie man es eigentlich gewohnt ist, die ganze politische Dimension ist mir einen zarten Hauch zu verbissen und verkrampft und etwas zu ausgewaltzt. Mr. Green Aber gut, das sind Kleinigkeiten die man bei so gut wie jedem guten Film findet, trotzdem ist es ein super Drehbuch. Denke aber, dass er schon besser war und auf jeden Fall verdaulicher und subtiler. Was soll zB. der Scheiß mit Red Apple, ich meine muss man das so ins Gesicht gerieben bekommen?

Insgesamt gebe ich ne 9 von 10 hasserfüllten Acht, damit rangiert H8 bei mir im oberen Mittelfeld seiner Filme. Zum absoluten Meisterwerk reichts nicht ganz.

PS:
Kostüme, Hammer! Warum wurde H8 da nicht nomminiert? Da kann die Konkurrenz, allen voran Revenant überhaupt nicht mithalten.

Als nächstes steht dann wieder ein Western an, könnte er von mir aus sein lassen und was anderes machen. Er hat dann, nach dem 9. Film eine Gangster-Trilogie, eine Rache-Trilogie, eine Western-Trilogie, eine politische Geschichtstrilogie(vlt. -tetralogie) gemacht und will danach alles verbinden. Man darf gespannt bleiben wo das noch hinführt.


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so, wieder zurück in mexiko schulde ich euch noch meine review. aus der gross angekündigten premiere am 4.2. hier in mexiko-stadt wurde nur eine normale vorführung des films (digital und in ot mit spanischen ut) - tarantino hatte wenige tage vorher abgesagt und somit fand auch kein roter teppich mit medienauflauf statt. bichir liess sich auch nicht blicken. aber egal.

die qualität der intro mit der unheil ankündigenden stimmung konnte der weitere verlauf des films leider nur noch selten erreichen. wie jemand schon sagte, tarantino hat hier mal wieder seine narrenfreiheit ausleben können, nur fand ich das ergebnis diesmal nicht so harmonisch. die übliche spannug beim aufeinandertreffens von grundunterschiedlichen charakteren in ausweglosen situationen in einer cleveren story mit tiefgang wollte diesmal nicht so stimmig gelingen. dies zumindest mal mein eindruck nach der erst-sichtung.

gebe dem film aber gerne eine zweite chance (bin in europa nicht dazu gekommen, ihn mir nochmal anzusehen), weil er doch auch einige sehr starke momente hat. schauspielerisch haben mir goggins, leigh und gegen schluss jackson ausserordentlich gut gefallen. die maintheme von morricone fährt auch richtig schön böse ein.

mal sehen, wie der film beim zweiten mal wirkt. fürs erste 7.5 von 10 holzjesus

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Beitrag#58  27.02.16 - 01:47   Antworten mit Zitat

alter, wo habt ihr nur immer diese ewig langen texte her? da macht doch keine sau mehr mit, man pennt bereits beim lesen weg. kommt auf den punkt, haltet euch kurz, das macht mehr sinn. um ehrlich zu sein hab ich den mist nur überflogen, keinen bock jedes detail rauszufiltern. das sollte eigentlich job des verfassers sein, sich möglichst kurz und bündig zu halten.
ich versuchs mal:

den intro song fand ich unpassend, hat mich außerdem an das finstere tal erinnert
ennio hat einige songs aus dem ding ost wiederverwertet? geschenkt, alter mann
wieso wurden die revolver-teile in das scheisshaus gekippt, keine raushol-szene?
wo war fat tarantino in h8? er hätte doch locker jody domergue spielen können
roy orbison neben morricone auf nem tarantino soundtrack, echt jetzt? Heulen
roths rolle hat mich in jeder sekunde an waltz erinnert, netter versuch, tim
wieso hat madsen nur noch kackrollen in tarantinofilmen und spielt sie trotzdem?
anders gefragt, wieso schreibt tarantino nur noch kackrollen für michael vega
ich wollte mir h8 eigentlich nochmal auf 70mm ansehen, hat sich aber erledigt
monatelang h8 charakterposter im netz, um dann zu erfahren, dass sie falsch sind?
was für ein lahmer, ausgelutschter plot. quent stinkt!
etc. **

ich bleib dabei. als john mit marquis am winterarsch der welt auf der rechten seite der kutsche plaudert, hätten ihm währenddessen von hinten links 8 cowboys nen hateful kopfschuss verpassen können. henker tot, schwester frei, film - ende.

aber dafür wären wir nicht über 3 stunden im kino hocken geblieben, auch blöd ...

** gibt durchaus positives zu berichten, wenig aber doch

noch kurz was zum h8 wiki eintrag, da kann echt jeder seinen scheiss reinschreiben, oder? jody domingray vs domergue? offenbar bin ich nicht am laufenden, erklärts mir jemand? pls



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Beitrag#59  27.02.16 - 05:14   Antworten mit Zitat

was ist denn mit dir los? viele dieser ausführlichen reviews sind von einer qualität, die das board wohl so noch nie gesehen hat.

zu domergue/domingray: die domergues stammen offensichtlich von einer französischsprechenden einwandererfamilie ab (tatum hat bei minnie ja mit seinen französischkenntnissen kokettiert) und der name wurde irgendwann - wie damals in den staaten üblich - "verenglischt".

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Beitrag#60  28.02.16 - 23:16   Antworten mit Zitat

ich kann eure euphorie bezüglich h8 nicht ganz teilen, das ist mit mir los. imho sein schwächster film bis jetzt, die morricone mucke hat für mich in den wenigsten szenen gepasst, obwohl ich nicht abstreiten kann, dass jackson, goggins, russell und leigh tiptop gespielt haben.

domingray vs domergue, französisch? aha. verbindung zu den dreyfuses im IB lapadite keller, nur wurde da von oben geschossen, diesmal von unten rauf ...

aber ich seh schon, ihr seid durchwegs begeistert von h8, da klink ich mich an der stelle am besten aus, sonst wird das eine sinnlose, ewig-diskussion. werde abwarten bis der film auf scheibe erscheint, dann schau ich nochmal rein.


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